Zwischen vier Strompreis-Varianten der Tiwag mussten sich Tirols Gemeindechefs bis Donnerstag entscheiden. Während sich einige zähneknirschend für eine entschieden, beharren rund 20 auf ein neues Angebot bzw. pochen auf Gespräche mit der Tiwag, die sich „schon auch bewegen“ müsse. Was sagt die Tiwag dazu?
„Über 80 Prozent der Gemeinden haben eine der vier Varianten angenommen. Für uns ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis“, sagt Vertriebsleiter Christian Nagele. Noch am Donnerstagabend habe man jene Bürgermeister, die sich für keine Variante entschieden haben, angerufen. „Obwohl die Frist vorbei ist, möchten wir noch einige ins Boot holen“, sagt Nagele. Ein neues Angebot werde man aber nicht auf den Tisch legen. „Was Besseres wird es mittelfristig nicht geben“, betont er.
Jene Dorfchefs, die weiter stur bleiben, „werden bis Jahresende im alten Vertrag mit 46 Cent pro Kilowattstunde bleiben. Danach müssen sie schauen, was angeboten wird“. Auf die Forderung der Dorfchefs nach mehr Bewegung seitens des Landesenergieversorgers meint Nagele, dass „sich die Tiwag genug bewegt hat“.
Wir werden auch bei anderen Anbietern nicht locker lassen.

Erwin Zangerl
Bild: Christof Birbaumer
Erfolg für Tiroler AK nach Klagsdrohung gegen Tiwag
Indes vermeldet die AK nach ihrer Klagsdrohung gegen die Tiwag wegen der – laut Gutachten rechtswidrigen – Strompreiserhöhung für Privatkunden erste Erfolge. Von den Wörgler Stadtwerken wurde der Tarif von 46 Cent pro Kilowattstunde rückwirkend mit 1. April auf 29,4 Cent gesenkt. Ab 1. Juli wird der Preis bei Abschluss eines Neuvertrags auf 27,50 Cent sinken. Bei der Hall AG zahlen die Kunden statt 35,88 Cent nur noch 25,14.
„Wir werden auch bei anderen Anbietern nicht locker lassen“, zeigt sich AK-Boss Erwin Zangerl kämpferisch.








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