WSG Tirol

„Wir dürfen keinen Angsthasen-Fußball spielen“

Tirol
11.05.2023 15:00

 Nicht geliefert - und daher in einer diffizilen Lage: Die WSG Tirol will sich am Freitag aber mit einem Sieg gegen Schlusslicht Ried vom gewaltigen Druck und den Abstiegssorgen befreien.

Auf seiner Couch rutschte er hin und her, war am Ende „auch schockiert“. „In Hartberg ist wirklich alles Negative zusammengekommen.“ Gegen Schlusslicht Ried (19.30 Uhr) wird Valentino Müller, der beim 0:5 gelbgesperrt war, das gemütliche Sofa wieder eintauschen können. Für das Grün am Tivoli. „Jedem bei uns ist bewusst, dass wir Abstiegskampf haben.“

Sieg, und alle Sorgen wären passé
Auch wenn der schlussendlich kurz ausfallen könnte – ein Sieg, und alle Ängste und Sorgen wären passé! Das Ziel am Freitag der Grün-Weißen ist daher in Stein gemeißelt. „Dafür werden wir aber mehr zeigen müssen als in den vergangenen Wochen – da ist alles so dahingeplätschert“, gesteht der Mittelfeldstabilisator aus Vorarlberg, „da haben wir nie über 90 Minuten überzeugen können, immer nur gute Phasen gehabt.“

„Wir müssen mutig sein“
So brachte sich die WSG Tirol in diese prekäre, angespannte wie unnötige Situation. Trotz fehlendem Selbstvertrauen fordert Müller mehr Überzeugung. „Wir dürfen keinen Angsthasen-Fußball spielen, müssen mutig sein, unser Spiel, das wir draufhaben, wieder finden und durchziehen.“ Denn eines haben die Wattener nicht wirklich in ihrem taktisch-sportlichen Repertoire: Die Null halten! In 31 Saisonspielen (inklusive drei ÖFB-Cup-Partien) gelang dies der Silberberger-Truppe nur seltene sechsmal. Darunter bei Regionalligist Traiskirchen in der zweiten Pokal-Runde.

Offensive wiederbeleben
Auch in der Vorwärtsbewegung war in den vergangenen Runden viel, viel Sand im Getriebe, kam der Tiroler Motor nie auf Betriebstemperatur: Zwei Treffer in vier Partien, darunter ein Elfmeter – viel zu wenig.Weil, wie Coach Thomas Silberberger nach der Hartberg-Schlappe anführte, der Sicherheitsgedanke zu stark ausgeprägt ist. Was muss da aber erst der junge Rieder Trainer Maximilian Senft denken: Die letzten „Ausreißer“ gegen Quali-Gruppen-Tabellenführer Austria Lustenau (4:4, 2:2) ausgenommen, kamen die „Wikinger“ auf einen Toreschnitt von 0,73 pro Bundesliga-Auftritt.

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