Prävention & Beratung

AIDS-Hilfe in Tirol: Anderer Name, mehr Angebot

Tirol
11.05.2023 14:03

Aus der AIDS-Hilfe wird das Zentrum Sexuelle Gesundheit Tirol. HIV ist weiter Thema, wie die Zahl der Neudiagnosen zeigt. Künftig bekommen aber auch andere Bereiche ihren Raum.

Beratung, Hilfestellung, Tests – all das gehört zu den Leistungen des Zentrums Sexuelle Gesundheit Tirol (ZSG), früher AIDS-Hilfe. Geschäftsführer Georg Gierzinger erläutert die Umbenennung: „Es war nicht mehr passend, weil wir eher Menschen mit HIV begleiten, was heute gut behandelbar ist. AIDS bricht kaum noch aus.“ Außerdem wolle man sexuelle Gesundheit weiter fassen. „Andere sexuell übertragbare Krankheiten, Fragen zu Orientierung und Identität oder Beziehungsgesundheit gehören ebenfalls dazu“, weiß Psychotherapeutin Stefanie Bobory, welche die Therapien durchführt. Zehn Einheiten gibt es kostenlos, danach werden 40 Euro pro Sitzung fällig.

HIV weiterhin zentrales Thema
Die Arbeit mit HIV-Betroffenen sei aber weiterhin zentraler Bestandteil, betont Sozialarbeiterin Patrizia Staffler. Das ZSG fungiert als diskriminierungsfreie Zone, wo sich Menschen, die im Alltag sonst oft Ablehnung erfahren, willkommen fühlen dürfen.

40 Neudiagnosen
2022 gab es in Tirol 40 HIV-Neudiagnosen – der höchste Wert seit fünf Jahren. Getestet wird mehr auf diverse Sexualkrankheiten, im ZSG Tirol waren es letztes Jahr über 1800 Tests, die Hälfte HIV. Gierzinger führt das auf offeneren Umgang mit Sexualität, aber auch aktives Infektionsgeschehen zurück.

Nina Schrott
Nina Schrott
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