Ein Todesopfer

Sintflutartiger Regen stürzt ganz Rom ins Chaos

Ausland
20.10.2011 13:05
Schwere Unwetter haben am Donnerstagvormittag in Rom chaotische Zustände ausgelöst. Die sintflutartigen Regenfälle hielten stundenlang an, der Autoverkehr brach zusammen. Auch das öffentliche Verkehrssystem kam zum Erliegen, U-Bahn-Linien mussten geschlossen werden. Viele Straßen in der Innenstadt wurden überschwemmt. Ein Pensionist wurde von der Feuerwehr tot aus dem überschwemmten Souterrain seiner Wohnung geborgen, eine weitere Person wird vermisst.

Nach den stundenlangen Gewittern standen mehrere Viertel der Ewigen Stadt unter Wasser. Dutzende Autos blieben hängen, einige Lenker mussten ihre Wagen über die Seitenfenster verlassen. Weder Taxis noch öffentliche Verkehrsmittel konnten im Stadtzentrum fahren. Einige Schulen mussten gesperrt werden. Vor dem Kolosseum bildete sich ein regelrechter See. In den nördlichen Stadtteilen wurden Dutzende Wohnungen überschwemmt, die Feuerwehr erhielt in wenigen Stunden über 5.000 Hilfsanrufe.

Mehr als 7.000 Blitze
"Es war wie ein Erdbeben", sagte der römische Bürgermeister Gianni Alemanno. Mehr als 7.000 Blitze seien in wenigen Stunden über Rom niedergegangen. Der Bürgermeister wies den Vorwurf zurück, dass sich die Gemeinde nicht auf die Niederschläge vorbereitet habe. "Es waren Gewitter, nicht sintflutartige Regenfälle vorgesehen", betonte Alemanno. Es bestehe vorerst keine Gefahr, dass der Fluss Tiber über die Ufer trete.

Weitere Regenfälle erwartet
Meteorologen erklärten, in einigen Stadtteilen seien in zwei Stunden 100 Milliliter Regen gefallen. Die heftigen Niederschläge seien eine Folge der ungewöhnlich hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen. Bis Sonntag sei mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, so die Wetterexperten.

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