Pecik dürfte den niedrigen Aktienkurs seit August dazu genutzt haben, um sukzessive zuzukaufen.
Zweitgrößter Einzelaktionär
Nicht auszuschließen ist, dass Pecik seine Anteile weiter aufstocken wird, um zumindest einen gewissen Einfluss bei der Telekom zu bekommen. Derzeit ist er nach der ÖIAG (28,4 Prozent) der zweitgrößte Einzelaktionär. Die Mehrzahl der Aktien ist breit gestreut. Möglicherweise hat Pecik seine Aktien von einem US-Fonds gekauft, der im Frühjahr noch über zehn Prozent an der Telekom hielt.
Dass Pecik selber eine "feindliche" Übernahme der Telekom plant, gilt als unwahrscheinlich. Er dürfte eher darauf spekulieren, ein Aktienpaket zu erwerben, das für einen strategischen Investor interessant ist. Es wird vermutet, dass die russische Vimpelcom, die spanischen Telefonica oder Telenor (Norwegen) Appetit auf einen Einstieg haben. Das rege Interesse würde wohl den Aktienkurs in die Höhe treiben, und Pecik könnte mit einem Riesengewinn wieder verkaufen.
Ägyptischer Milliardär an Telekom interessiert
Ursprünglich hatte es auch geheißen, der ägyptische Telekom-Milliardär Naguib Sawiris sei gemeinsam mit Pecik an der Telekom interessiert. Naguibs Bruder Samih bestätigte jetzt, dass dieser die Telekom Austria kaufen wolle. "Mein Bruder interessiert sich für den Kauf von Telekom Austria, weil er aus einem Geschäft mit dem russischen Telekomanbieter Vimpelcom zu Cash gekommen ist", so Samih Sawiris zur Schweizer "SonntagsZeitung" von diesem Wochenende.
Sein Bruder Naguib kenne sich mit dem Telekomgeschäft aus und habe damit auch viel Geld im Ausland verdient: "Ich kann bestätigen, dass mein Bruder plant, in der Schweiz und in Österreich zu expandieren."
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