Wir haben es ja im Gefühl, aber jetzt sagen uns auch die Forscher, dass wir richtig liegen: Der April war zum Vergessen! Zu kalt, zu nass! Und Rekorde gab es nur bei beim Regen im Salzkammergut. Und am Feuerkogel war es so kalt wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.
Der April 2023 fiel mit einer mittleren Temperatur von 7,0 Grad und um 2,1 Grad kälter aus als das langjährige Mittel (1991 bis 2020). Unter häufigem Tiefdruckeinfluss gab es teils kräftige Niederschläge, was regional zu Rekordniederschlagssummen für April führte.
Laut METEO-data aus Seewalchen startete der April recht frisch. Bis zum 19. April gab es an 12 Tagen lediglich einstellige Höchstwerte, das heißt, es war nicht einmal zu zehn Grad „warm“. In den meisten Regionen Oberösterreichs wurde die 20 Grad Marke gerade einmal geknackt, und zwar am 22. April, wo in Seewalchen 20,8 Grad als Höchstwert gemessen wurde. Ähnliche Werte gab es auch in Bad Ischl, Mondsee und St. Wolfgang. Maximal wurden an diesem Tag 22 Grad gemessen, ein Sommertag mit 25 Grad oder mehr konnte der April nicht aufweisen. Bei den Meteorologen-Kollegen von UBIMET spricht man sogar von einem Ausnahme-April: „Seit der Jahrtausendwende gab es nur drei Aprils, in denen nie die 25-Grad-Marke geknackt wurde. Das war in den Jahren 2002, 2008 und eben heuer.“ Und: „Auf dem Feuerkogel schließt der Monat sogar um glatte 3 Grad zu kalt ab, hier hoch oben über dem Traunsee war dies der kälteste April seit 25 Jahren.“
Dies erklärt auch, warum der diesjährige April deutlich zu kühl ausfiel. Zudem zeigte sich der April von seiner nassen Seite. Lediglich an sieben Tagen wurden keine Niederschläge verzeichnet. In Seewalchen wurde eine Monatsmenge von 156,4 Millimeter oder Liter pro Quadratmeter gemessen. Dies stellt für den Monat April ein Rekord da. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 1994 mit 141,8 Millimeter. Und laut UBIMET war in Oberösterreich Weyer der Ort mit dem höchsten Monatsniederschlag: 224.5 Millimeter. Das ist Platz 10 in der bundesweiten Statistik, in der Voralberg als das Regenland des Monats hervorsticht.
Die höchste Tagesmenge gab es in Seewalchen am 19. April mit 27,6 Liter pro Quadratmeter. In St. Wolfgang waren es am 14. April 34 Millimeter in Mondsee am 15. April 36 Millimeter . Spitzenreiter ist Altmünster am 14. April mit 37 Millimeter.
Trotz häufigem Tiefdruckeinfluß gab es im April keine nennenswerten Stürme im Tal. Ausnahme war der 24. April mit Böen bis 60 km/h. Die Forscher vom UBIMET haben am Dachstein und Feuerkogel aber auch Böen mit bis zu 108 km/h verzeichnet. Mit durchschnittlich etwa 100 Sonnenstunden wurde das Monatssoll lediglich zur Hälfte erfüllt.
Frühling, wo bleibst du?
Die Forscher von METEO-data schauen auch in die Zukunft, wann denn endlich der Frühling durchstartet, wäre doch für den 1, Mai der Start der Badesaison gedacht gewesen. „Leider müssen wir alle Sonnenliebhaber enttäuschen. Auch der Mai startet zunächst deutlich zu kühl. Zwar deuten die Wettermodelle aus heutiger Sicht eine Erwärmung an, nur bleiben diese wetterbestimmend mit Regenschauer und Gewitter nicht lange auf sich warten lassen“, sagt Meteorologe Christian Brandstätter.









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