Wo jetzt ein Einfamilienhaus steht, sollen 20 Wohnungen hinkommen. Die Empörung über den „Monsterbau“ ist groß.
Noch steht ein Einfamilienhaus auf dem 577 Quadratmeter großen Grundstück Ecke Dr.-Skala-Straße/Dr.-Karl-Lothringer-Straße in Stammersdorf. Doch das soll sich zum Leidwesen vieler Anrainer bald ändern.
Zur Vorgeschichte: Die Firma Grossmann Immobilien hat das Grundstück am 30. August 2021 vom damaligen Eigentümer gekauft. Laut dem im April 2022 eingereichten und von der Baupolizei inzwischen bereits genehmigten Projektplan sollen dort 20 Wohnungen und eine Tiefgarage mit 17 Stellplätzen errichtet werden.
Das stößt Nachbarn, wie Andrea Krischke, sauer auf. „Anfangs war die Rede von 15 Wohneinheiten, jetzt sind es schon 20“, beklagt die Stammersdorferin. Und weiter: „Es wird so knapp gebaut, dass ich meinen zukünftigen Nachbarn durch das Fenster die Hand geben kann“, sagt die 57-Jährige. Auch die zwei Dachgeschoße regen auf. „Von der Sonne im Garten können wir uns verabschieden“, so Krischke.
Es wird so knapp gebaut, dass ich meinen zukünftigen Nachbarn durch das Fenster die Hand geben kann.
Anrainerin
Außerdem würden rundherum viele Wohnungen leer stehen. Das nächste, was die Anwohner aufregt, ist, dass die Zeitspanne, in der sie über das Projekt informiert wurden und Bedenken äußern konnten, viel zu kurz war.
„So wie in anderen Floridsdorfer Siedlungsgebieten wird emsig an der Zerstörung des jeweiligen Siedlungscharakters gearbeitet“, kritisiert auch Alt-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und verweist etwa auch auf die Nordrandsiedlung oder die Schwarzlackenau.
Von der Baupolizei heißt es dazu: „Die Gebäudehöhe ist mit 4,5 Metern so niedrig wie möglich angesetzt. Die Anrainer wurden mittels Schreiben über die Baueinreichungen verständigt. Die MA 37 wird sich mit den zu erwartenden Einwänden im Detail befassen.“
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