M. gibt zu, dass er seine Tochter am 21. Jänner niedergeprügelt, ihren Kopf mehrmals auf den Steinboden geschlagen und dann mit dem Fuß auf das bewusstlose Mädchen eingetreten hat. Er bekennt sich der schweren Körperverletzung schuldig, Staatsanwältin Daniela Latschbacher spricht allerdings von versuchtem Mord.
"Ich werde dir Hände und Füße brechen"
Das angebliche Motiv: Die Frau hatte die Schule abgebrochen und wollte mit ihrem Freund zusammenziehen. Der ist Moslem. M. hatte seiner Tochter aber eingetrichtert, dass er nur einen Christen und einen Kroaten als Schwiegersohn akzeptieren würde. Als Beweis für die Mordabsicht liest Latschbacher E-Mails des Vaters vor: "Ich werde dir Hände und Füße brechen!" Und: "Du Hure!"
Angeklagter von Ex-Frau instrumentalisiert?
"Das wäre die erste religiös-fanatische Tat eines Christen in Österreich", argumentiert dagegen Verteidiger Andreas Mauhart. Und sieht ein anderes Motiv: M., der nach der Tat in selbstmörderischer Absicht in die Donau gesprungen war, war demnach davon überzeugt, dass seine Tochter vom Freund unter Drogen gesetzt wurde. Das habe der Angeklagte nur gedacht, weil er von seiner Ex-Gattin dahingehend instrumentalisiert worden sei. Sie habe sich die Drogengeschichte ausgedacht.
Ein falscher Eindruck von seinem Mandanten entstehe auch durch falsch übersetzte Mails, so der Anwalt. Auf diesen beruhe die Anklage: "Mein Mandant wurde nie von der Staatsanwältin vernommen." Der Prozess vor Richter Nimmervoll wird im November fortgesetzt.
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