UNO-Studie

80% der Mordopfer und Täter weltweit sind Männer

Ausland
06.10.2011 14:53
80 Prozent aller Mordopfer, aber auch der Täter sind männlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag in Wien veröffentlichte Studie der Vereinten Nationen. Demnach wurden 2010 global 468.000 Morde begangen - 36 Prozent davon in Afrika, 31 Prozent in Amerika, 27 Prozent in Asien, fünf Prozent in Europa und ein Prozent in Ozeanien. 42 Prozent dieser Taten wurden mit Schusswaffen verübt.

Männer haben ein höheres Risiko, im öffentlichen Raum ermordet zu werden. Frauen dagegen sind eher zu Hause davon betroffen, wie die Studie unterstreicht. Hervorzuheben ist auch, dass in Europa die Hälfte aller weiblichen Mordopfer von Familienmitgliedern oder Lebenspartnern getötet wurde. 

Die meisten Morde gibt es in Amerika und Afrika. Vor allem in Zentralamerika und in der Karibik ist die Mordrate laut dem Bericht der UNO alarmierend hoch. In Asien, Nordamerika und Europa hingegen sei die Rate seit 1995 so weit zurückgegangen, dass Morde als "seltene Erscheinungen" bezeichnet werden können.

Große Einkommensunterschiede, hohe Verbrechensrate
Die UN-Studie zeigt eine klare Verbindung zwischen Verbrechen und Entwicklung. In Ländern mit großen Einkommensunterschieden ist die Verbrechensrate viermal höher als anderswo. "Kriminalität verjagt die Wirtschaft, zieht Humankapital ab und destabilisiert Gesellschaften", heißt es in dem Bericht.

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