Sprecher offenbart
Putins Schatzsuche war nur ein Schwindel
"Natürlich wurden die Amphoren dort hingelegt", offenbarte Putin-Sprecher Peskow dem Fernsehsender Dozhd. Er habe allerdings nichts mit dieser PR-Aktion zu tun gehabt, denn zu diesem Zeitpunkt sei er gerade auf Urlaub gewesen. Kritik an der Aktion wollte Peskow dennoch nicht gelten lassen. Die Inszenierung sei ohnehin immer offensichtlich gewesen, sagte er. "Das ist völlig normal."
Stolz präsentierte Putin den Schwindel
Mit einem breiten Lächeln und voller Stolz präsentierte Putin im August seine Amphoren nach dem Tauchgang an der Meerenge von Kertsch: "Das sind meine Trophäen", rief er freudig in die Kameras. In Wirklichkeit hatten Archäologen die Vasen genau so platziert, dass Putin sie leicht finden konnte und wieder einmal als "Held" dastand.
Zur Untermauerung des "Heldenstatus" eilten dann auch noch Experten herbei, die die Amphoren analysierten und feststellten, dass es sich um wertvolle Stücke handelt, die aus dem sechsten Jahrhundert nach Christus stammen. Kritiker bemängelten allerdings schon damals, dass Putin nur zwei Meter hinunter getaucht sei und dass die Vasen blitzblank geputzt waren.
Ministerpräsident tritt gerne als "Action-Man" auf
Putin präsentiert sich immer wieder gern als "Action-Man": In einem Kampfflugzeug flog er nach Tschetschenien, in einem Tiefseeboot tauchte er auf den Grund des Baikalsees. In russischen Medien ließ er sich zudem mit seinem schwarzen Judo-Gürtel und mit nacktem Oberkörper beim Angeln ablichten.
Bei einer besonders gewagten Expedition jagte er im Pazifik Wale mit einer Armbrust. "Das Leben ist generell gefährlich", sagte Putin anschließend. So gefährlich dürfte es dann aber wohl doch nicht sein. Die größte Gefahr besteht wohl darin, dass jemand seine kleinen Geheimnisse ausplaudert.
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