Am Freitag geht der Entlassungsprozess zwischen Tridonic und der Betriebsratsvorsitzenden des Unternehmens am Arbeitsgericht Feldkirch in die nächste Runde. Gewerkschaftsboss Reinhard Stemmer ortet Angriff auf all jene, die Arbeitnehmerinteressen vertreten.
Wie von der „Krone“ berichtet, hatte die Arbeitnehmervertreterin die neue Werksleiterin beschuldigt, von dieser gestoßen worden zu sein. Dieser Vorwurf brachte ihr wiederum eine Klage wegen „Verleumdung“ und „Ehrverletzung“ ein. Ob der Richter heute schon ein Urteil fällen wird, ist fraglich, für ÖGB-Landeschef Reinhard Stemmer liegt der Fall aber ohnehin klar: „Tridonic hat seine eigene Betriebsratsvorsitzende vor Gericht geschleift, um sie loszuwerden, weil sie engagiert und energisch die Interessen der Beschäftigten vertritt.“
Angriff auf die Interessensvertretung
Das Unternehmen würde durch sein Vorgehen die bewährte Praxis der Sozialpartnerschaft mit Füßen treten: „Die Firma Tridonic gibt ein katastrophales Bild ab. Anstatt die Angelegenheit zu klären, wird der Betriebsrätin, die seit fast 25 Jahren im Unternehmen ist, Verleumdung und Ehrverletzung vorgeworfen, nachdem sie sich vertrauensvoll an die nächste Führungsebene gewendet hat. So wird mit Partnern nicht umgegangen.“ Persönliche Befindlichkeiten seien außen vor zu lassen und das Wohl des Betriebes und der Beschäftigten in den Vordergrund zu rücken.
„Wer damit nicht klarkommt, ist an der falschen Position“, so Stemmer in Richtung der Tridonic-Werksleiterin. Diese sei mit der Situation und ihrer neuen Aufgabe offensichtlich komplett überfordert, so der nicht gerade schmeichelhafte Befund des Gewerkschaftsbosses. Stemmer betont zudem, dass es sich bei der Angelegenheit um einen Angriff „auf die gesamte Interessensvertretung“ handle. Umso wichtiger sei es, „solchen Methoden entschieden entgegenzutreten“.








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