Mo, 20. August 2018

Blutige Kämpfe

20.09.2011 14:18

Jemen versinkt im Bürgerkrieg - Saleh weilt im Ausland

Nach den blutigen Protesten der letzten Tage sind die Auseinandersetzungen im Jemen auch am Dienstag weitergegangen. Nach Informationen eines Aktivisten starben neun Demonstranten durch Schüsse und Granatwerfer, zahlreiche weitere wurden verletzt. Unterdessen hält sich Präsident Ali Abdullah Saleh immer noch in Saudi-Arabien auf.

Der seit 1978 amtierende Präsident war am 3. Juni bei einem Bombenangriff auf den Präsidentenpalast in Sanaa schwer verletzt worden und ist seitdem zur Erholung im benachbarten Saudi-Arabien.

Während sich seine Garden am Montag brutale Auseinandersetzungen mit Regimegegnern lieferten (siehe Infobox), bei denen mindestens 24 Menschen ums Leben kamen, traf er – inzwischen wieder weitgehend genesen - mit dem saudischen König Abdullah zusammen. Der König rief die Jemeniten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA dazu auf, "die aktuelle Krise zu überwinden".

Oppositionsanhänger stürmen Militärbasis
Im Jemen hatten Tausende Oppositionsanhänger, unterstützt von abtrünnigen Militärs, eine Basis der Republikanischen Garden von Präsident Saleh gestürmt. Augenzeugen berichteten dem arabischen TV-Sender Al-Arabiya, dass bei dem Angriff kein einziger Schuss gefallen sei.

Seit Jänner fordert die Protestbewegung den Rücktritt des Staatschefs. In seiner Abwesenheit führt Vizepräsident Abed Rabbo Mansour Hadi die Regierungsgeschäfte. Die US-Regierung befürchtet seither, dass Al-Kaida-nahe Gruppen das politische Vakuum ausnutzen könnten.

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