Man mag es kaum glauben, aber noch immer gibt es Männer, die ihre Machtposition ausnützen, um Frauen sexuell zu belästigen. Doch immer mehr Opfer wehren sich.
In einer Firma in Linzer Zentralraum kam es kürzlich zu einem Übergriff. Der Chef grapschte der Frau von hinten auf die Brüste und machte dabei auch noch eine abfällige Bemerkung in Gegenwart anderer Kollegen. Die betroffene Arbeitnehmerin wehrte sich und sprach den Täter auf die Belästigung an. Der entgegnete nur: „Stell dich nicht so an!“
AK half dem Opfer
Doch die Betroffene wollte das nicht einfach so hinnehmen, wandte sich an die Arbeiterkammer. Die konnte der Frau zu einer Schadenersatzzahlung von 2500 Euro verhelfen.
Zahlreiche Opfer
Kein Einzelfall: Im vergangenen Jahr hat die AK Oberösterreich rund 211.000 Euro für diskriminierte Mitglieder erstritten. Und das, obwohl das Gleichbehandlungsgesetz seit mehr als 40 Jahren klarstellt, dass Diskriminierung am Arbeitsplatz verboten ist.
Hier kann man Hilfe suchen
Ein eigenes Expertenteam zum Thema Gleichbehandlung berät AK-Mitglieder kostenlos und sensibel und geht - nach Wunsch der Betroffenen - auch gegen die Täter vor. Diskriminierte Arbeitnehmer können unter +43 (0)50/6906-1910 anrufen oder sich per Mail an gleichbehandlung@akooe.at melden. Weiterführende Informationen sind auch in einer eigenen AK-Broschüre für Betroffene zusammengefasst - erhältlich unter ooe.arbeiterkammer.at/sexuelle_belaestigung.
„Es ist unvorstellbar, was sich manche Kollegen oder Arbeitgeber in diesem Zusammenhang erlauben. Ob körperliche Übergriffe oder obszöne Psychospielchen, sexuelle Belästigung hat für viele Frauen schwerwiegende und lang anhaltende Folgen. Deswegen sollen die Täter auch bestraft werden. Ich rate allen Betroffenen, sich an die AK zu wenden. Dort bekommen sie einfühlsame, kompetente Beratung und Hilfe“, sagt AK-OÖ-Präsident Andreas Stangl.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.