Das Land Vorarlberg hat die Aufträge für die konkrete Planung der Radschnellverbindung „Vorderland/amKumma“ vergeben. Bis 2028 soll das Vorzeigeprojekt in Sachen Mobilitätswende finalisiert sein.
Es ist das bislang größte Radinfrastrukturprojekt Vorarlbergs: Bis 2028 soll in der Region Vorderland/Kummenberg eine Schnellverbindung entstehen, die neue Maßstäbe setzen wird - der erste ausschließlich dem Radverkehr vorbehalte Tunnel Österreichs inklusive. Knapp 36 Millionen Euro sind für das Vorhaben budgetiert, den Löwenanteil (22,65 Mio. Euro) steuert das Land bei, der Bund schießt, 10,15 Mio. Euro zu, den Rest (2,2 Mio. Euro) teilen die Gemeinden Sulz, Röthis, Weiler, Klaus, Koblach und Götzis unter sich auf. Anders als bei vergleichbaren Projekten steht nicht die Freizeitnutzung im Vordergrund, ganz im Gegenteil: Die neue Schnellverbindung soll vor allem dem Alltagsradverkehr als Rückgrat und Verteilnetz dienen und u. a. die Betriebsareale in Klaus, Röthis und Koblach mit den Wohngebieten verbinden.
Soll die Mobilitätswende gelingen, müssen wir die entsprechende Infrastruktur schaffen.
Mobilitätslandesrat Daniel Zadra (Grüne)
Im gesamten Ballungsraum würden rund 90.000 Menschen von der neuen Infrastruktur profitieren, betont der zuständige Landesrat Daniel Zadra (Grüne): „Anhand von Potenzialabschätzungen rechnen wir mit etwa 1500 Radfahrerinnen und Radfahrern pro Tag. Das ist ein beachtliches Verkehrsaufkommen.“ Und somit auch ein wichtiger Beitrag in Richtung Mobilitätswende. Zadra ist guter Dinge, dass das Projekt bis 2028 finalisiert werden kann: „Wir liegen voll im Zeitplan.“ Im Februar sind die Dienstleistungen für die Einreichplanung vergeben worden: Mit den straßenbaulichen Agenden wurde das Büro „Schimetta Consult ZT GmbH“ betraut, die Konzeption des Sattelbergtunnels wird von der „SKAVA consulting ZT GmbH“ erarbeitet. „Noch im Sommer sollen die Planungen so weit gediehen sein, dass wir mit den Detailverhandlungen um die Grundstücksablösen beginnen können“, tritt Zadra ordentlich in die Pedale.
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