So, 19. August 2018

Spaß-sam

04.09.2011 22:48

Der neue 1er BMW: Fahrspaß mit Bonus-Reichweite

Kurven, Kurven, Kurven. Bergauf, bergab. Eng. Dazu eine herrliche Landschaft, für die im Moment nur mein Beifahrer ein Auge hat. Das Salzkammergut ist die Spielwiese, auf der ich den neuen 1er BMW vor Marktstart testen darf. Länger, breiter, mehr Radstand, aber nicht höher: Kein Wunder dass die Neuauflage des kompakten Münchners um die Ecke zieht wie auf Schienen.

Denn das in dieser Klasse einzigartige Konzept hat sich nicht geändert: Heckantrieb, perfekte Lenkung, hervorragende Balance, und die breitere Spur ist spürbar. Der 1er ist eine Nummer größer als bisher und jetzt 4,32 Meter lang und 1,77 Meter breit. Die Differenz: 8,5 cm mehr in der Länge, 2 cm in der Breite, 3 cm beim Radstand - das schafft Platz unterhalb der 1er-Reihe. Und auf den Rücksitzen, wo zusätzliche 2 cm Kniefreiheit für Komfort sorgen. Der Kofferraum ist um 30 Liter auf nun 360/1.200 Liter gewachsen.

Ausgeprägte, dynamische Optik
Die Höhe bleibt unverändert, wodurch der Münchner auch optisch satter auf der Straße liegt. In Sachen Optik hat sich auch ansonsten besonders viel getan: Die Motorhaube läuft spitz auf die Doppelniere zu, die sich jetzt aggressiv nach vorn neigt. Die Doppelscheinwerfer werden stylischer und tragen jetzt Augenbrauen, die mit einem Lichtleitstab geschminkt sind. Mit der neuen Front kommt der Neue im Rückspiegel deutlich erwachsener daher.

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Die Seitenlinie betont optisch stark den Hinterradantrieb, indem sie auf die hinteren Kotflügel zuläuft, die richtig muskulös geraten sind. Auch am Heck unterstreichen die Linien das Antriebskonzept, wie auch die gesteigerte Breite. Ansonsten ist die Rückansicht nicht die stärkste Seite. Auch wenn sie nur auf den ersten Blick an den VW Polo erinnert - bei genauerer Betrachtung schon nicht mehr -, würde ein wenig mehr Pep nicht schaden.

Individualisierung: Weiß ist das neue Chrom
Mit zwei Design-Linien versucht BMW für weitere optische Akzente zu sorgen: Urban und Sport. Urban basiert auf weiß glänzenden Style-Spangen an Front und Heck sowie ebensolchen Akzenten im Innenraum, die Sport-Version trägt außen Schwarz statt Weiß, innen rot. Auch Sitzbezüge, Felgen etc. sind speziell für diese Linien gestaltet. Mein persönlicher Favorit: auf die Designspielereien verzichten und das Auto ganz klassisch bestellen.

Fünf Motoren stehen zur Wahl (Verzicht kommt hier nicht infrage), drei 2-Liter-Diesel (116, 143, 184 PS) und zwei 1,6-Liter-Benziner (136 oder 170 PS) stehen zur Wahl, alle mit Twin-Scroll-Turbolader und Stopp-Start-System. Schon der Einstiegsdiesel 116d mit 116 PS tritt kräftig an und sorgt für Fahrvergnügen, das man von der Papierform her nicht erwarten würde. Das maximale Drehmoment von 270 Nm liegt schon bei 1.750/min. an. Von einem ganz anderen Kaliber ist die zweite Motorversion, die ich testen konnte, der 120d: Hier leistet der gleich große Motor volle 184 PS und stemmt freudige 380 Nm bei der gleichen Drehzahl wie der schwächere Bruder. Den Sprint auf 100 km/h schafft er in 7,2 Sekunden (116d: 10,3 s). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 228 (200) km/h.

Dabei üben sich die Triebwerke vornehm in Zurückhaltung: Der starke Diesel verbraucht im Norm-Mittel nur 4,5 Liter, der 116d sogar nur 4,3 Liter auf 100 Kilometer (Benziner: 5,5 bzw. 5,8 l/100 km).

Fahrerlebnis mit Knopfdruckeffekt
Serienmäßig ist in allen neuen 1ern der sogenannte Fahrerlebnisschalter. Er kennt die Stellungen Eco Pro, Comfort, Sport und Sport plus und greift in die Fahrzeugsteuerung ein (mit optionalem adaptivem Fahrwerk auch in dieses), also etwa Gaspedalkennlinie, ESP (heißt bei BMW DSC) oder auch die Klimaanlage. Denn der Eco-Pro-Modus ist ganz dem Sparen verschrieben, so dass auch die elektrischen Komfort-Funktionen ihren Obulus leisten müssen. Lustiges Feature bei Eco Pro: Mit diversen Anzeigen am Armaturenbrett wird der Fahrer dabei unterstützt, besonders sparsam zu fahren. Gelingt ihm das gut, bekommt er die herausgefahrene "Bonus-Reichweite" angezeigt. Da wird Sparen geradezu zum Sport. Efficiencytainment heißt das im BMW-Sprech.

Markteinführung ist am 17. September, die Preisliste beginnt bei 24.950 Euro für den 116i und 26.400 für den 116d. Nach oben ist dabei noch viel Luft, denn die Aufpreisliste beinhaltet echte Premium-Optionen, bis hin zur Achtgang-Automatik, die für einen Kompaktwagen noch ungewöhnlicher ist als der Heckantrieb.

Stephan Schätzl

Warum?

  • Einzigartiges Antriebskonzept mit weiter verbessertem Fahrverhalten.
  • Sparsame, kraftvolle Motoren.

Warum nicht?

Wer Heckantrieb nicht mag, ist hier falsch.

Oder vielleicht …

  • … auf den BMW 116d EfficientDynamics Edition warten, der nur 3,8 l/100 km verbraucht.

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