Premierensieg für Horn in der NV-Arena. Beim 2:0 gegen die „Wölfe“ wurde ausgerechnet der Ex-St.-Pöltner Burak Yilmaz mit einem Treffer und Assist zum Matchwinner. Yilmaz: „Ich war heiß darauf, in der Arena erstmals ein Tor zu schießen.“
Der VIP-Klub mit 450 Gästen ausverkauft, gute Stimmung unter den gut 2100 Besuchern auf den Rängen Rängen – das sportlich Beste, das Niederösterreichs, aktuell nur in der Zweitklassigkeit vorhandener Fußball zu bieten hat, weckte am Freitag Abend viel Neugier in der NV-Arena. Zumal Spitzenreiter St. Pölten und Verfolger Horn vor dem Derby mit Erfolgen das Frühjahr eröffnet hatten, ihr Startpersonal demnach auch nicht änderten. Siege machen sicher, nur konnte das Duell mit den Erwartungen lange nur im taktischen Bereich mithalten. Zu sehr neutralisierten sich die Teams. Der SKN schaffte es nicht, die erhoffte Dominanz auszuspielen, weil es Horn geschickt verstand, die Passwege des Leaders zuzustellen, sich dabei aber nicht versteckte. Chancen im ersten Abschnitt? Fehlanzeige.
SKN-Chefcoach Stephan Helm reagierte zur Pause wie schon zuletzt gegen Sturm II, brachte Scharner und Montnor – doch nur 70 Sekunden nach Wiederbeginn jubelte Horn. Volleykracher aus 17 Metern von Burak Yilmaz ins Kreuzeck, Marke Traumtor zum 0:1. Die grimmige Rache eines Verschmähten. Der 28-Jährige hatte in St. Pölten den gesamten Nachwuchs durchlaufen, war 2016 und 2018 gleich zweimal vom SKN ausgemustert worden!
„Ich wohne noch immer hier, meine Frau und viele Freunde waren in Stadion. Ich war heiß darauf, in der Arena erstmals ein Tor zu schießen - endlich ist es mir gelungen!“ Gejubelt wurde mit dem Matchball unter dem Trikot auf Bauchhöhe. „Im September werde ich erstmals Vater“, lüftete Yilmaz nach Spielende in den Arena-Katakomben sein süßes Geheimnis. Und er hatte auf dem Platz noch nicht genug. In Minute 59 servierte der Flankenturbo Schelle das 0:2, Traumtor Nummer zwei. Dem hatte der SKN nichts mehr entgegen zu setzen, kassierte im achten Duell in der NV-Arena gegen Horn die erste Niederlage.
„Macht mich richtig stolz“
Ein herber Dämpfer für St. Pölten im Titelrennen. „Wir konnten unseren Plan nicht umsetzen. Es gibt keine Ausreden, unsere Leistung war einfach schlecht“, erkannte Helm. Während Horns Trainer Philipp Riederer strahlte: „Ich hatte vor drei, vier Wochen nicht gedacht, dass wir mit Siegen gegen den GAK und St. Pölten ins Frühjahr starten. Der Schwung meiner Mannschaft ist imponierend, macht mich richtig stolz.“
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