Für die Sorten- und Geschmacksvielfalt wurde ein wichtiger Meilenstein gesetzt. Laut Beschluss des österreichischen Ministerrats konnte nach mehrjährigen Aufforderungen endlich ein Verbot für Patentierung beschlossen werden, welches am 01.07.2023 in Kraft treten soll.
Diese Novellierung bringt einen großen Vorteil für die österreichische, sowie auch für die europäische Brauwirtschaft.
„Es wurde Zeit, dass diesem Wahnsinn der Patentierung von Saatgut und Pflanzen endlich ein Ende gesetzt wird“,
so Nikolaus Riegler, Sprecher und Eigentümer aus sechster Generation, der Privatbrauerei Hirter, welche sich bereits seit 1846 in Familienbesitz befindet.
Um die Hintergrundgeschichte besser zu verstehen, sollte bemerkt werden, dass seit Jahren Großkonzerne die europäischen Patentrichtlinien missbrauchen, indem sie für Tiere und Pflanzen in konventioneller Züchtung Patente anmelden, wie z.B. für die Braugerste.
„Es ist zu hoffen, dass die EU schnellstmöglich nachziehen wird, denn das Saatgut der Braugerstesorten, darf nicht als Spielball von Großkonzernen verwendet werden!“, fasst Nikolaus Riegler zusammen.
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