
Das Institute of Digital Sciences Austria (IDSA) in Linz muss die für Dienstag und Donnerstag geplanten Hearings für die Suche nach seinem Gründungspräsidenten verschieben. Grund dafür ist, dass der Rektor der Universität für Angewandte Kunst, Gerald Bast, sein Mandat im Gründungskonvent zurückgelegt hat. Dies begründete er mit zahlreichen befangenen Personen im Gremium sowie mit der in der Diskussion „zurückgebliebenen inhaltlichen Dimension“.
Eigentlich hätte diese Woche bei der Suche nach dem Gründungspräsidenten der neuen Digital-Uni in Linz weißer Rauch aufsteigen sollen. Für den heutigen Dienstag und Donnerstag waren die Hearings - also Vorstellungsgespräche - der acht Kandidaten geplant gewesen. Unter den prominenten Bewerbern befindet sich auch der scheidende JKU-Rektor Meinhard Lukas. Doch so weit kam es gar nicht: Das erste Treffen wurde am Montagabend kurzfristig und völlig überraschend abgesagt.
Zu wenig über Inhalte gesprochen
Der Grund: Bei einer Sitzung des Gründungskonvents am Wochenende dürfte es zu Diskussionen gekommen sein. Gerald Bast (Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien), der als erfahrenster Rektor Österreichs und als Profi im Universitätsrecht gilt, trat aus dem Konvent aus. Bast begründet seine Entscheidung unter anderem damit, dass man nie dazu gekommen sei, über Inhalte zu reden: „Wir haben nie über Studien oder die Ausrichtung gesprochen.“
Drei Personen sollen befangen sein
Das Fass zum Überlaufen brachte aber ein weiterer Umstand: Drei Personen des Gremiums - ausgerechnet Konventsvorsitzende Claudia von der Linden sowie Informatik-Professorin Johanna Pirker und JKU-Vizerektor Christoph Lindinger - sollen gegenüber einzelnen Bewerbern befangen sein. Demnach wären nur noch fünf Personen für eine Abstimmung bereitgestanden, es hätte aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht. Für die Nachbesetzung muss jetzt das Bildungsministerium sorgen. Von dort heißt es: „Wir haben die Funktionszurücklegung zur Kenntnis genommen. Wir werden so schnell wie möglich nachnominieren, damit es weiterhin zu keinen Verzögerungen kommt.“
„Werden alles dazu beitragen“
„Bei einem Jahrhundertprojekt wie der Neugründung einer Universität wird es immer wieder Herausforderungen geben. Wichtig ist, dass alle offenen Fragen rasch geklärt werden, damit die Arbeit im Gründungskonvent weiter gehen kann. Wir werden alles dazu beitragen, damit das zuständige Wissenschaftsministerium und der Gründungskonvent rasch zu einer Entscheidung kommen“, betont LH Thomas Stelzer.











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