Viermal teurer wird der Umbau des Hitler-Hauses in Braunau, die Grobkostenschätzung ist von 5 auf 20 Millionen „explodiert“. Auch wenn beim näheren Hinterfragen im Innenministerium klar wird, dass dahinter mehr Ursachen stecken als eine schlichte Kostensteigerung, stellt sich schon die Frage, wie das denn bei anderen öffentlichen Bauprojekten in Oberösterreich ist?
Müssen Finanzreferent LH Thomas Stelzer (ÖVP) und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) gar auf Schatzsuche gehen (wie in der Karikatur), um all die Pläne noch zu finanzieren? So eine „Horrorzahl“ wie in Braunau dürfe man nicht verallgemeinern, sagt Steinkellner, der auf den aktuellen Baukostenindex mit plus 20 bis 30 Prozent (je nach Bausektor) verweist und der außerdem seit März 2022 schon wieder rückläufig sei. Das echte Problem seien weniger die Kosten, „sondern die Leut’“. Steinkellner fehlen allein in seiner Baudirektion 17 Techniker!
Professionelles Baumanagement hilft
Dazu kommen noch Lieferschwierigkeiten und Materialengpässe (von Dämmungen bis zu Elektronik), wie man beim Gebäudemanagement des Landes ergänzt. Dort lässt man sich eine Fülle von Gegenmaßnahmen, auch zu den Kostensteigerungen, einfallen, die Landeschef Stelzer für die „Krone“ in folgendem Satz bündelt: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig zu investieren, um unser Land zukunftsfit zu machen. Und das tun wir, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Ein professionelles Baumanagement ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je.“
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