Digitalisierte Prozesse sind ein Mittel, um dem steigenden Zeit- und Kostendruck in der Baubranche entgegenzuwirken. Bereits seit Jahren appelliert die Landesinnung Bau an die öffentliche Hand, die digitale Baueinreichung voranzutreiben.
Steigende Material-, Lohn- und Energiekosten erschweren die Situation am Bau zunehmend und lassen die Bauwirtschaft immer mehr unter Druck geraten. Um diese Herausforderungen zu stemmen, braucht es laut Anton Rieder ein Umdenken in der Branche und in der Politik. Der Landesinnungsmeister und sein Team machen sich seit Jahren für die Einführung einer digitalen Baueinreichung stark.
„Die Vorlaufzeiten für Wohnbauten in Tirol betragen drei Jahre und mehr. Durch die Digitalisierung sämtlicher baurelevanter Verfahren können Projekte nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger umgesetzt werden. Dafür braucht es die Unterstützung von Gemeinden und Städten“, zeigt sich Rieder überzeugt. So könne eine Beschleunigung der Prozesse auch der Errichtung von leistbarem Wohnraum zugutekommen. Es hänge viel am Bau - nicht nur die Baufirmen, sondern auch zahlreiche vor- und nachgelagerte Branchen leisten bei guter Auftragslage einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
Basis für digitale Baueinreichung bereits geschaffen
Entsprechende Software-Produkte für digitale Baueinreichungen gibt es bereits. Jetzt geht es darum, die Abwicklung in der Praxis umzusetzen. „Ob Bauherren, Architekten, Baumeister oder Behörden - wenn wir es schaffen, an einem Strang zu ziehen und den gesamten Prozess zu digitalisieren, profitieren alle davon“, so Rieder. Die Planung von Bauprojekten wird laut dem Landesinnungsmeister immer interdisziplinär. Je komplexer die Projekte sind, desto wichtiger ist eine gute Zusammenarbeit - allen voran mit den relevanten Fachbereichsstellen in den Gemeinden und Entscheidungsträgern in der Politik.
Wien nimmt hier bereits eine Vorreiterrolle ein: Dort wird das gesamte Verfahren - von der Einreichung bis zur Fertigstellung - digital abgewickelt. Dies spart allen Beteiligten Zeit, Papier und Geld. „Mittelfristig werden digitale Prozesse zum Standard gehören. Die erforderlichen Produkte dafür gibt es, allerdings halten viele Tiroler Gemeinden noch immer an der analogen Abwicklung fest. Für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes ist eine rasche Implementierung digitaler Verfahren äußerst sinnvoll“, betont Rieder.
Hier geht es zur Website der Landesinnung Bau Tirol.
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