Gestiegene Preise

234.000 Euro Strafe für Firmen in Kroatien

Ausland
17.01.2023 18:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kroatiens Regierung hat 234.000 Euro Geldstrafen gegen Firmen verhängt, die ihre Preise nach der Euro-Einführung ungerechtfertigt erhöht hatten. Die Inspektionen sollen fortgesetzt werden, kündigte Regierungschef Andrej Plenković am Dienstag an.

„Es ist nicht in Ordnung, ständig die Preise zu erhöhen, während die Regierung den Unternehmen hilft, normal zu arbeiten. Es ist nicht in Ordnung, dass die Regierung die Mehrwertsteuersätze senkt und sich das nicht in den Endpreisen der Produkte widerspiegelt“, sagte der kroatische Wirtschaftsminister Davor Filipović. Die Besuche von staatlichen Inspektorinnen und Inspektoren seien „die besten erzieherischen Maßnahmen“ für jene Unternehmen, die ihre Preise ungerechtfertigt erhöht hätten. 

Fast jedes dritte Geschäft betroffen
Bei bisherigen Kontrollen sei festgestellt worden, dass etwa 30 Prozent der Geschäfte ihre Preise ungerechtfertigt erhöht hätten. Nach dem Kontrollbesuch wurden die Preise dort wieder auf das alte Niveau zurückgesetzt. Die Regierung hatte die Unternehmen bereits vor etwa zwei Wochen aufgefordert, ihre Preise auf den Stand von 31. Dezember zurückzusetzen.

Laut Filipović könnten die höheren Preise nicht gerechtfertigt werden, da beispielsweise die Erzeugerpreise gesunken und die Strom- und Dieselpreise niedriger als in anderen Ländern seien. Wie berichtet, hatte Kroatien mit 1. Jänner den Euro eingeführt. In den ersten Tagen des neuen Jahres wurden Lebensmittel, Café- und Friseurbesuche abrupt teurer. Zurückgeführt wird das offiziell auf Preisaufrundungen bei der Währungsumstellung.

Der Premier erinnerte am Dienstag daran, dass im Vorjahr drei Hilfspakete im Wert von 3,6 Milliarden Euro geschnürt wurden, um Haushalte und Unternehmen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. Zusätzlich zu Kontrollen könnten noch Subventionen für betroffene Unternehmen abgeschafft und zusätzliche Steuern eingeführt werden. Die Regierung könne die Preise zudem auf ein vorheriges Niveau absenken, hieß es.

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