Musiker, Maler, Turner, Gärtner: Die Neumarkter schätzen ihren Manfred Schöberl (63), als ÖAMTC-Cheftechniker wurde er zur Legende.
Wirklich wohl fühlte sich der stellvertretende ÖAMTC-Landesdirektor Manfred „Fred“ Schöberl mit Blaumann und kurzer Hose bei seinen Kunden. Egal wann, Schöberl war zu jeder Tages- und Nachtzeit bei Pannen auf Telefon-Empfang.
Kollege auf Pannenstreifen getötet
Ungern denkt der gebürtige Waizenkirchener an einen Morgen um 2.30 Uhr zurück: „Ich wurde angerufen, weil ein Kollege bei der Arbeit am Pannenstreifen tödlich verunglückt war Auch ich erlebte eine lebensgefährliche Situation auf der Autobahn, als ein Autofahrer auf ein Mitglieder-Auto aufgefahren ist.“ Schöberl konnte rechtzeitig zur Seite springen. „Die schönen Erlebnisse, die Dankbarkeit meiner Kunden überwiegen aber in der Erinnerung.“
Kein Geld für HTL
Beim Erzählen wird Schöberl plötzlich sentimental: „Ich wollte nach der Hauptschule in die HTL. Meine Mama hat zu weinen begonnen – wir hatten kein Geld. Ich war nie auf Skikurs!“
ÖAMTC-Band
Er wurde Kfz-Mechaniker, 1981 wechselte er zum ÖAMTC. Als Turner holte er viele Topplatzierungen, als Musiker spielte er beim ÖTB-Spielmannszug (sogar in den USA) und auch bei der Combo „Se oritschinel Goatnzaun“, 2008 gründete er die ÖAMTC-Band. Neben dem Gartln hat er das Malen entdeckt. „Als Entschleunigung zum Pensionsantritt“, lacht Schöberl.
Reinhard Waldenberger/Kronen Zeitung
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