Ob weniger Gehalt, weil man eine Frau ist; ob schlüpfriger Witz oder gar Po-Klatscher: Sexismus ist noch immer für viele Menschen Teil ihres Arbeitsalltags. Und er macht sogar vor dem Linzer Rathaus nicht halt. Die Stadt Linz startet nun eine Kampagne, die Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung gegensteuern will.
Sexismus ist ein wachsendes Problem. Im März des Vorjahres war die Linzer VP-Chefin Theresa Ganhör mit sexistischen Postings konfrontiert, wir berichteten darüber.
Rückfall bei Geschlechterrollen
Doch nicht nur Soziale Medien befördern Sprüche von Belästigern, sondern „wir erleben seit Corona einen Rückfall in stereotype Geschlechterrollen“, betont die Linzer Frauenstadträtin Eva Schobesberger. Die Klischees „Frauen und Teilzeit“, „Frauen und Hausarbeit“ haben sich wieder verfestigt.
Gleichzeitig ist häusliche Gewalt gestiegen, jede fünfte Frau ist betroffen. Die Stadt Linz sagt nun mit der Kampagne „Gib Sexismus keine Chance!“ der Diskriminierung in all ihren Varianten den Kampf an.
Je höher, desto weniger Frauen
Es wird Plakate im gesamten Stadtgebiet geben, aber auch Info-Angebote in Öffis oder auf Sozial Media. Die Kampagne wird auch intern im Magistrat aufgerollt. So erhalten etwa Führungskräfte mehr Genderkompetenz. Übrigens hat die „Krone“ nachgefragt: In der Direktoren-Ebene der Unternehmensgruppe der Stadt Linz gibt es 13 Männer und nur eine Frau; der Frauenanteil in der Verwaltung, beträgt dagegen 51 Prozent.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.