Jahresbilanz 2022

AMS mit geringster Arbeitslosenquote seit 2001

Vorarlberg
10.01.2023 16:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die schnelle Erholung der Vorarlberger Wirtschaft nach den Covid-Beschränkungen sowie der Fachkräftemangel wirken sich positiv auf die Jahresbilanz 2022 des Arbeitsmarktservice aus: So waren vergangenes Jahr durchschnittlich 8975 Personen arbeitslos vorgemerkt. Dies entspricht einem Rückgang von 2649 Frauen und Männern gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Langzeitbeschäftigungslosen war die Entwicklung noch erfreulicher. Im Jahr 2021 wurden in dieser Gruppe noch durchschnittlich 2997 Menschen gezählt. Die Anzahl hat sich nun deutlich auf 1878 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote von durchschnittlich fünf Prozent im Jahr 2022 ist, im Vergleich zum Vorjahr, um 1,5 Prozentpunkte gesunken. Damals lag die Quote bei 6,5 Prozent. „Letztmalig lag die Arbeitslosenquote vor 21 Jahren mit 4,3 Prozent unter der Fünf-Prozent-Marke,“ berichtet AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.

Niedrigqualifizierte bleiben Sorgenkinder

Etwas Sorge bereitet der Anteil vorgemerkter Arbeitsloser, die als maximal höchste abgeschlossene Ausbildungsform eine Pflichtschule absolviert haben. Dieser war mit 45,9 Prozent nach wie vor sehr hoch und wuchs gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte.

Auf dem Stellenmarkt gab es mit durchschnittlich 5433 offenen Stellen einen Zuwachs von 1366 Arbeitsplätzen gegenüber 2021. Insgesamt wurde ein Stellenbedarf von 21.984 offenen Stellen gemeldet, dies entsprach einem Zuwachs von 3938. Trotz der Zunahme an offenen Stellen haben gesundheitlich Belastete, Ältere, Geringqualifizierte und langzeitarbeitslose Menschen nach wie vor Schwierigkeiten, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Aus- und Weiterbildung im Fokus

„Aufgrund der hohen Vormerkungsrate von rund 46 Prozent mit maximal Pflichtschulabschluss werden wir im Jahr 2023 verstärkt auf die Qualifizierung von Personen ohne Bildungsabschluss setzen“, erklärt Bernhard Bereuter. Im diesem Jahr würden deshalb Instrumente, die zu einer Fachkräfteausbildung oder zu einem höheren Ausbildungsabschluss führen, ausgebaut.

Qualifizierungsschwerpunkte will der AMS-Chef bei den Zukunftsfeldern wie Metall, Elektro, IT, Umwelt, Pflege und Gesundheit sowie Soziales setzen.

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