Rendi übernimmt. „Wo ist die Aufregung - ich sehe keine Asylkrise“. Worte der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner noch beim ORF-Sommergespräch Ende August. Wie sich die Zeiten doch ändern! Bei der SPÖ-Neujahrsklausur in Klagenfurt wurden gestern fünf Aktionspunkte fixiert, mit Migration obenauf. „Rendi macht Asyl nun zur Chefsache“ titeln wir daher in der heutigen „Krone“. An sich wäre Asyl ja das Leibthema des burgenländischen Landeshauptmannes Hans Peter Doskozil. Aber wenn der statt zur SPÖ-Klausur lieber zu einer Tagung in die Schweiz reist… Dann muss eben Rendi-Wagner übernehmen. Wobei sie von einer „Bodensee-Koalition“ mit Deutschland und der Schweiz sprach. Unter anderem, weil man nicht warten könne, bis alle 27 EU-Staaten einer Meinung seien. Was sonst noch bei der Klausur auffiel? Obwohl Niederösterreich im Jänner wählt, hörte man keine Kampfansage gegen die dort noch mit absoluter Mehrheit regierende ÖVP. Und was fiel dem satirischen „Herrn Nimmerwurscht“ für die heutige „Krone“ auf? Er meint: „In der SPÖ-Spitze macht sich Optimismus breit. Es scheint so, als hätte Doskozil zu lange kein Interview gegeben.“ Sobald er wieder eines gibt, dann herrscht - siehe oben - garantiert wieder Aufregung. Um Asyl. Und Rendi-Wagner!
Schwarzer König. „Weit hammas bracht!“ betitelte Leserbriefschreiber Josef Höller seine gestern in der „Krone“ veröffentlichten Ansichten zum aktuellen Umgang mit den Heiligen Drei Königen. Er verweist darauf, dass weit zurückreichend einer dieser drei Könige (die einen meinen Caspar, die anderen Melchior) als Vertreter Afrikas mit dunkler Hautfarbe dargestellt wurde. Das dürfe aber nun im Zeitalter der politischen Korrektheit nicht mehr sein, „der schwarze König als Vertreter Afrikas wurde wegdiskriminiert“. Ein weiterer Leser fragte, ob es nicht gar rassistisch sei, wenn ein „Dunkelhäutiger“ kein König mehr sein dürfe. Auch unter den heute erscheinenden Briefen stellt eine Leserin die Frage, wer denn nun ausländerfeindlich und rassistisch sei, das Leben sei doch bunt, sie vermisse die Toleranz. Ja, rund um den heutigen Dreikönigstag, wenn 85.000 Sternsinger durchs Land ziehen, ist die Aufregung um den vielfach fehlenden „schwarzen“ König wieder einmal groß. „Gewisse Symboliken sind nicht mehr zeitgemäß“, begründete das Teresa Millesi, die Chefin der Jungschar, im „Krone“-Interview. Außerdem jucke die Schminke und werde die Kleidung verschmutzt… Vorbildlich geht die Pfarre Heiligenstadt, die Jahr für Jahr mit ihren „Heiligen“ die Wiener „Krone“-Redaktion besucht, mit dem Thema um: Frida, ihre Melchior-Darstellerin, ist schwarz von Geburt an - Problem gelöst.
Kommen Sie gut durch den Dreikönigstag!













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