Nach zweijähriger Corona-Pause stand die Rückkehr der Silvesterläufe und Silvesterschwimmen auch für die Botschaft, dass jede Krise einmal endet. Und diese Symbolik war eine, die wir alle gut brauchen können . . .
Erst rannte manch’ Untrainierter sicher wohl auch ein wenig gequält gegen seinen inneren Schweinehund an, ehe er nach Mitternacht lächelnd in eine Sau biss. In ein rosarotes Marzipanschweinchen. So wie in den (guten) alten Zeiten . . .
Der sportliche Jahreskehraus feierte Stunden vorm Schlagen der Pummerin ein Traum-Comeback. Endlich gab es sie wieder, die Silvesterläufe Richtung neues Jahr! Nämlich die richtigen und nicht die virtuellen, zu denen 2020 und 2021 etwa auch Österreichs größter Sportverband unter sportunion.at/digitalsports nicht nur seine mehr als 4400 Vereine aufgerufen hatte.
Was in Corona-Zeiten eine geniale Idee war. Aber nicht vergleichbar mit dem kollektiven Rennen, Schwitzen, Hecheln oder teils auch Nicht-mehr-Können, das es am Samstag nicht nur, jedoch in Oberösterreich sogar vielerorts gab. In Aurolzmünster, Feldkirchen, Freistadt, Gmunden, Linz und natürlich beim rot-weiß-roten Vorzeige-Silvesterrun in Peuerbach.
Schwimmen in eiskalten Seen
Während es sich die Harten und Mutigen vorm Jahreswechsel vor den Toren von OÖ gegeben haben: Bei Silvesterschwimmen in Obertrum am See bzw. im Fuschlsee.
Bei dem sich beim Schweinehund in mir die Borsten aufgestellt hätten. So zog’s mir als Passiv-Sportler aber nur Gänsehaut auf. Weniger aufgrund der Temperaturen als aus Erleichterung. Weil endlich wieder etwas geht. Normalität zurückkehrt. Ja, eigentlich wieder herrscht.
Weshalb selbst der langsamste Läufer und der am meisten bibbernde Schwimmer wie Leuchttürme dafür standen, dass jede Krise einmal endet. Was fürs neue Jahr mehr hoffen lässt als jedes noch so süße Marzipanschweinchen.
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