Lügenmärchen über ihre „Heldentaten“ brachten syrische Brüder vors Welser Gericht. Der Plan war aber, dass die Schafhirten so leichter Asyl bekommen würden.
Untersuchungshaft statt Asyl und ein Gerichtsverfahren wegen terroristischer Vereinigung und krimineller Organisation. Fünf bis 15 Jahre Haft drohten zwei syrischen Brüdern (19, 32), die am Montag vorm Schöffensenat am Landesgericht Wels angeklagt waren.
Denn die Schafhirten hatten bei der Einreise nach Österreich angegeben, dass sie zwischen 2014 und 2022 auch bei der „Al-Nusra-Front“ in ihrer Heimat gegen die Armee von Machthaber Assad gekämpft hätten. Außerdem hätten sie den Dschihadisten Geld gespendet. Die Brüder belasteten sich gegenseitig und hatten vermutlich den Plan, so leichter Asyl zu bekommen. Denn sie würden vom Assad-Regime verfolgt.
Freispruch - nicht rechtskräftig
Dass die „Al-Nusra-Front“ in Österreich als Terrororganisation geführt wird und sie statt Grundversorgung in Freiheit nur Essen im Gefängnis bekommen, damit hatten die beiden Schafhirten wohl nicht gerechnet. Und vorm Schöffensenat in Wels zogen sie alle ihre Angaben über ihre „Heldentaten“ in Syrien zurück. Es gab auch keine Beweise - und deshalb Freispruch. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab - nicht rechtskräftig.
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