Genügend Beweise
Anklage im Mordfall Hariri bestätigt und freigegeben
Staatsanwalt Daniel Bellemare begrüßte die Freigabe der Anklageschrift, da die Öffentlichkeit sich nun ein exaktes Bild von den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Hariri-Mord machen könne. "Die ganze Story wird sich allerdings erst im Gerichtssaal entfalten, wo ein öffentlicher, fairer und transparenter Prozess zu einem Urteil führen wird", sagte er. Die Prüfkammer des STL betonte, die Freigabe der Anklageschrift "bedeutet nicht, dass die Angeklagten schuldig sind, sondern lediglich, dass es genügend Material für einen Prozess gibt".
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, am 14. Februar 2005 in Beirut ein Bombenattentat verübt zu haben, bei dem neben Hariri auch mehr als 20 weitere Menschen getötet wurden. Der Geschäftsmann Hariri war von 2000 bis 2004 libanesischer Ministerpräsident. Seine Ermordung löste die "Zedernrevolution" aus, die zum Ende der syrischen Militärpräsenz im Libanon führte.
Aufenthaltsort der Verdächtigen nicht bekannt
Das STL hatte bereits im Juni Haftbefehle gegen die mutmaßlichen Täter erlassen, bei denen es sich um Mitglieder und Funktionäre der schiitischen Hisbollah-Bewegung handelt. Die Festnahme war bislang allerdings nicht möglich, da die Männer auf der Flucht sind. Es wird vermutet, dass sie im Iran untergetaucht sind.
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