Mit Frankfurt gewann er heuer sensationell die Euroa League - und zuletzt bei einem Charity-Event die Herzen der Ärmsten: Oliver Glasner. Der Star-Trainer kellnerte in Frankfurt für Obdachlose, ehe er als Überraschungsgast bei Rieds Weihnachtsfeier verriet, wo er die Europacup-Medaille aufbewahrt.
Statt einer Pfeife hatte er eine Schürze um, statt der Taktik-Tafel trug er Teller mit Gänsekeule, Knödeln und Rotkraut – und statt von Fußballstars war er von Obdachlosen umgeben, die sich oft nicht einmal ein Ticket für ein Frankfurt-Spiel leisten können: Star-Trainer Oliver Glasner, der mit seinen Assistenten Michael Angerschmid und Ronnie Brunmayr heuer den Eintracht-Fans den Europa-League-Pokal „serviert“ hatte, zeigte beim Weihnachtsgans-Essen der Stiftung „helfen helfen“ Herz und bediente 700 Hilfsbedürftige im Ratskeller des Frankfurter Römer. „Es ist mir ein Anliegen, zu helfen, außerdem erdet es einen. Auch in Frankfurt gibt‘s viele Obdachlose - in einem der reichsten Länder der Welt“, sagt der 48-Jährige.
"Der Europacup-Titel ist nice to have. Viel schöner aber noch waren jene Schritte dorthin, in denen das Team zu einem verschworenen und an sich glaubenden Haufen zusammengewachsen ist.
Eintracht-Trainer Oliver Glasner
Europacup-Titel? „Nice to have!“
Der dann am Donnerstag mit seiner Frau Bettina Überraschungsgast bei der Weihnachtsfeier der SV Ried war. Damit für einen Abend zu dem Klub zurückkehrte, für den er 573 Spiele absolviert hat. Dabei gab der Riedauer, der aktuell mit Frankfurt als Bundesliga-Vierter und nach dem Aufstieg ins Achtelfinale auch in der Champions League überwintert, den 470 Gästen Einblick in sein Leben. Erzählte, dass die Europa-League-Medaille neben den zwei mit Ried gewonnenen ÖFB-Cupsieger-Medaillen „im Nachtkastl liegt.“ Und, dass der EC-Titel für ihn „nice to have“ sei. Viel schöner aber jene Schritte waren, in denen Frankfurts Team zu einem verschworenen und an sich glaubenden Haufen zusammengewachsen ist.
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