Transitform-Austria

Tirols Klimaaktivismus: Erste „Kämpfer-Generation“

Tirol
14.12.2022 09:00

Das Transitforum Austria ist sich sicher: Die Tiroler IG-Luftmaßnahmen wirken, das belegt der Vergleich der letzten 20 Jahre. Obmann Fritz Gurgiser fordert nun aber Tempo „40-80-100“ für ganz Tirol.

Den Kampf für eine lebenswerte Umwelt gibt es nicht erst, seit die Handflächen der „letzten Generation“ auf Straßen kleben. Das Transitforum Austria-Tirol kämpft seit 1994 für weniger Lärm und bessere Luft („Erste Kämpfer-Generation“, spielt Obmann Fritz Gurgiser auf die „Letzte Generation“ an), würde sich allerdings nicht auf die Straßen, sondern lieber ins Parlament kleben.

Die EU möchte bis 2050 schadstofffrei sein, die Kommission die EU-Luftqualitätsnormen daher mehr an die Leitlinien der WHO anpassen. Die konkreten Maßnahmen festzulegen sei allerdings Sache der Staaten. „Das sind die wichtigsten Grundlagen für die IG-Luft-Maßnahmen , die unbedingt beibehalten werden müssen. Österreich muss in dieser Sache aber Vorreiter sein“, erklärte Gurgiser.

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Man muss den Mut haben zu sagen, dass die Gesundheit der Menschen vorgeht

Obmann Fritz Gurgiser

400.000 sterben vorzeitig wegen Luftverschmutzung
Das Transitforum wendet sich nun mit der Forderung „Luft-Klima-Zeitwende“ an das Bundesministerium für Klimaschutz. Dazu legt es „handfeste“ Fakten auf den Tisch, die beweisen, dass die Tiroler IG-Luft-Maßnahmen helfen. So sei im Zeitraum zwischen 2001 bis 2021 zwar der Lkw-Transit zwar um 66% gestiegen, die Stickstoffdioxid-Belastung allerdings um 91% gesunken. Dem schließt sich die Forderung einer Temporeduktion auf „40-80-100“ bei Gemeinde- und Freilandstraßen sowie Autobahnen an.

Wie wichtig das Thema Verkehr für die Gesundheit ist, belegt das Transitforum mit den Angaben der Europäischen Umweltagentur EEA, aus der hervorgeht, dass jedes Jahr etwa 400.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung, darunter rund 307.000 durch die Belastung durch Feinstaub, sterben. Gurgiser: „Man muss den Mut haben zu sagen, dass die Gesundheit der Menschen vorgeht“. Das Tempolimit sei hierfür die billigste und gleichzeitig effizienteste Maßnahme für Gesundheit und Klimaschutz.

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