Markus Abwerzger wehrte sich gegen eine abartige Unterstellung im Internet. Dem Verfasser des Tweets kommt sein Eintrag teuer zu stehen. Außerdem musste sich der Mann auch öffentlich entschuldigen.
Als Politiker muss man ein dickes Fell haben, damit tägliche Beleidigungen an einem abprallen. Kaum einer weiß das besser als Abwerzger. Eine sexuelle Präferenz für Kinder wollte sich der Tiroler FP-Landesparteiobmann dann aber doch nicht unterstellen lassen. Ein 55-jähriger Zillertaler hatte dies im Zuge der Landtagswahl aufgrund der Plakat-Kampagne der Blauen über Twitter in den Raum gestellt und handelte sich somit eine Privatklage des Landtagsabgeordneten ein.
500 Euro Spende an Verein für Obdachlose
Der Verhandlungssaal N 208 am Innsbrucker Landesgericht blieb am Freitag allerdings verschlossen. Der Grund: Der Verfasser des Tweets hat offenbar eingesehen, mit seinem Posting über das Ziel hinausgeschossen zu sein, und gab klein bei. „Er hat sich bei mir entschuldigt“, erklärt Abwerzger der „Krone“. Weiters muss der Unterländer die Prozesskosten tragen, auf Verlangen des FP-Obmanns eine Spende von 500 Euro an den Verein für Obdachlose leisten und sich auf seinem Twitteraccount öffentlich entschuldigen.
Eine derartige Unterstellung ist aber widerwärtig und hat mit politischer Kritik überhaupt nichts mehr zu tun.
Markus Abwerzger
„Mir ist durchaus bewusst, dass Politiker, die selbst auch einmal austeilen, mehr einstecken sollten und ich nehme eher davor Abstand, privat vor Gericht zu ziehen. Eine derartige Unterstellung ist aber widerwärtig und hat mit politischer Kritik überhaupt nichts mehr zu tun. Das ging eindeutig zu weit“, meint Abwerzger. Er nimmt die Entschuldigung an, hofft, dass der Mann daraus gelernt hat, und sich der Verein für Obdachlose über eine – gerade in Zeiten wie diesen – mehr als hilfreiche Spende freut.
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