Und Sinner-Schock

Matchball-Drama um Paris-Finalistin in Wimbledon

Tennis
29.06.2026 21:26

Maya Chwalinska ist am Montag nach einem Sturzdrama in der ersten Runde von Wimbledon ausgeschieden. Dabei lag die Polin, die in Paris als erst zweite Qualifikantin überhaupt das Endspiel eines Grand Slams erreicht hatte, gegen die Thailänderin Mananchaya Sawangkaew lange auf Siegkurs. Herren-Topfavorit Jannik Sinner dagegen kam bei seinem Sturz glimpflicher davon. 

Die 24-Jährige erlebte nach ihrem Märchen bei den French Open ein London-Drama. 6:2 und 5:2 führte die auf WTA-Rang 21 gekletterte Polin.

Beim Matchball ausgerutscht
Dann rutschte sie beim Matchball aus, verletzte sich am Knöchel und unterlag sichtlich gehandicapt der Thailänderin nach fast drei Stunden noch mit 6:2, 5:7 und 2:6.

Chwalinska ließ nach ihrem vergebenen Matchball den Physiotherapeuten kommen (siehe Posting oben), der den betroffenen Knöchel mit Tape verband. Die große Intensität ließ der körperliche Zustand der Polin aber offenkundig nicht mehr zu. Chwalinska konnte sich kaum noch ordentlich bewegen und holte in der Folge nur noch zwei Games. 

Schmerz! Auch Sinner erlebte Schrecksekunde
Einen Schockmoment hatte am Montag auch Vorjahreschampion Jannik Sinner bei seinem Fünf-Satz-Sieg über den Serben Miomir Kecmanovic. Vor den Augen des englischen Fußballstars David Beckham rutschte der Südtiroler beim 2:2 im dritten Satz auf dem Rasen aus, fiel auf die Knie und hielt sich anschließend die Hüfte.

„Mir geht es gut“
Doch der 24-Jährige konnte weiterspielen und verzichtete auch auf eine Behandlungspause. „Ich bin sehr glücklich, dass ich es gedreht habe. Der dritte Satz war schwer zu verdauen“, sagte die Nummer eins der Welt im Siegerinterview. Er sei zu Beginn ein bisschen angespannt gewesen.

Jannik Sinner sorgte für einen Schreckmoment: Mit einem Schmerzensschrei rutschte der 24-Jährige ...
Jannik Sinner sorgte für einen Schreckmoment: Mit einem Schmerzensschrei rutschte der 24-Jährige auf dem Rasen böse weg und hielt sich die Hüfte, konnte aber weitermachen.(Bild: Krone-Collage/AP/The Associated Press, AP/AP Photo/Kin Cheung)

An seinem Schuh hatte sich ein roter Fleck gebildet, der wie Blut aussah. „Nein, nein, mir geht es gut“, beschwichtigte er. Es sehe schlimmer aus, als es ist, sagte Sinner. Sein nächster Gegner ist nun Nuno Borges aus Portugal.

Zwei britische Hoffnungen konnten nicht antreten
Gar nicht erst antreten konnten dagegen zwei britische Hoffnungen: Der frühere Weltranglisten-Vierte und Ex-Wien-Sieger Jack Draper musste vor dem Schlager gegen Taylor Fritz wegen einer wieder aufgeflammten Armverletzung rausziehen. Schon zuvor hatte Ex-US-Open-Siegerin Emma Raducanu für ihr Heim-Major passen müssen.

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