Immer mehr Mitarbeiter in den Vorarlberger Spitälern sind erschöpft, zudem droht alle fünf Jahre eine Pensionierungswelle. Es muss dringend etwas geschehen.
Zum dritten Mal hat die Arbeiterkammer (AK) Vorarlberg gemeinsam mit der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft und dem Zentralbetriebsrat die Arbeitszufriedenheit in den Landesspitälern erfragt. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass viele - nicht zuletzt aufgrund der Pandemie - unter den hohen Belastungen leiden.
Dennoch würden noch immer 83 Prozent aller Befragten jederzeit wieder einen Beruf im Gesundheitswesen ergreifen, 79 Prozent erneut in den Landeskrankenhäusern.
Von der Pflegeausbildung über Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu altersadäquaten und familientauglichen Rahmenbedingungen werden die Landeskrankenhäuser auch in Zukunft wichtige zusätzliche Maßnahmen setzen müssen.
Gerald Fleisch, Direktor der Krankenhausbetreibsgesellschaft
Herausfordernde Altersstruktur
Die aktuellen Herausforderungen allerdings sind groß: Vor allem die demographischen Entwicklungen bei Mitarbeitern und Patienten werden den Einsatz aller erfordern. „Von der Pflegeausbildung über Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu altersadäquaten und familientauglichen Rahmenbedingungen werden die Landeskrankenhäuser auch in Zukunft wichtige zusätzliche Maßnahmen setzen müssen“, betont der Direktor der Krankenhausbetriebsgesellschaft, Gerald Fleisch.
AK-Präsident Bernhard Heinzle ortet „dringenden Handlungsbedarf, wenn wir das System der gesundheitlichen Versorgung in den Krankenhäusern nicht gefährden wollen“.
Personal ist relativ alt
Rund 5000 Frauen und Männer sind in den Spitälern beschäftigt. Die Personalstruktur zeigt laut Arbeitswissenschaftler Heinrich Geissler ein Bild der Überalterung. Alle fünf Jahre würde von nun an eine Pensionierungswelle rollen.
„Das schreit nach einem Generationenmanagement, das diesen Namen auch verdient.“ Er fordert verlässliche Dienstpläne, altersgerechten Einsatz und wertschätzenden Umgang.
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