Ein „Kanadier“ wollte Appartement in Hallein buchen - auf höchst dubiose Weise.
Anfangs wirkte alles seriös. Via Email trudelte bei Franz Klappacher eine lukrative Anfrage ein. Ein gewisser Hector Peterson – angeblich Kanadier – wollte sich vom 14. bis 28. Dezember in ein Halleiner Innenstadt-Appartement des Tennengauers einmieten. „Wir haben hin und her geschrieben, ich bin ihm preislich entgegen gekommen“, sagt der Vermieter.
Misstrauisch wurde Klappacher erst, als der unbekannte Kanadier plötzlich zwei verschiedene Email-Adressen benutzte. „Der ist gefährlich“, dachte sich der Tennengauer sofort – und hat damit wohl nicht Unrecht. Hector Peterson wollte den fälligen Betrag von knapp 1100 Euro für die Unterkunft mittlerweile nicht überweisen, sondern per Scheck bezahlen. Er sei auf großer Europareise und momentan in Madrid. Er würde einen Scheck im Wert von mehr als 6000 Euro schicken.
Klappacher solle diesen einlösen, die Kosten für das Appartement abziehen und die Differenz zurück nach Kanada überweisen. „Bei meiner Hausbank trudelte ein paar Tage später tatsächlich ein Scheck ein“, sagt der Vermieter. Er löste den Scheck nicht ein, bezahlte selbstredend auch keine 5000 Euro an den kanadischen Unbekannten. „Meine Bank hat mich gewarnt“, sagt Klappacher. Und: Einem befreundeten Hotelier aus Anif passierte jüngst ganz Ähnliches. „Er hat auch nichts bezahlt.“
Hector Peterson gibt indes nicht auf. Immer wieder schreibt er den Tennengauer Vermieter an und will ihm den Scheck-Deal schmackhaft machen. Klappacher: „Der kommt mir nicht ins Haus. Erst wenn das ganze Geld auf meinem Konto ist.“
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