Ein historisches Bahnhofsgebäude mitten im Wienerwald will eine Bürgerinitiative vor dem Abriss bewahren. Mit gut inszeniertem Aktionismus sammelten die engagierten Damen zahlreiche Unterschriften und stellten so die Weichen für einen transparenten Beteiligungsprozess. Jetzt dürfte der Zug dennoch ohne die Anrainer abgefahren sein!
Mit Charme und Witz versuchen die Bahnhofsfrauen das alte Stationsgebäude in Unterpurkersdorf vor dem Abriss zu bewahren. Bei Platzkonzerten und Kunstaktionen sammelten die Anrainerinnen mehr als tausend Unterschriften gegen das Bauprojekt – die „Krone“ berichtete. Bürgermeister Stefan Steinbichler lenkte im Sommer 2021 ebenfalls ein, der Beschluss über den Abriss und die Errichtung der Park-&-Ride-Anlage wurde vertagt. Nun steht das Vorhaben aber erneut auf der Tagesordnung. „Auf die damals versprochene Bürgerbeteiligung warten wir noch immer“, ärgert sich Sprecherin Renate Schnee.
1100 Unterschriften nicht ignorieren
In einem neuen Video machen die Bahnhofsfrauen daher erneut auf ihr Ansinnen aufmerksam: „Es kann doch nicht sein, dass eine der erfolgreichsten Bürgerinitiativen, die es in der Stadt jemals gegeben hat, einfach ignoriert wird“, so Schnee. Immerhin hätten 13 Prozent der Wahlberechtigten die Petition gegen den Abriss der historischen Station im Wienerwald unterschrieben.
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