Bewohner einer Siedlung in Kirchberg in Tirol (Bezirk Kitzbühel) fordern schon lange Tempo 30 in dem Wohngebiet. Bislang blieb die Gemeinde untätig. Nun verspricht Bürgermeister Helmut Berger, dass sich bald etwas tut - und zwar nicht nur in der Wohnsiedlung.
„Ich will nicht warten, bis was passiert“, begründete Marlene Engel, warum sie sich an die „Tiroler Krone“ gewandt hat. Die Kirchbergerin sorgt sich um die Verkehrssicherheit in ihrer Wohnsiedlung, um die eine Zufahrtsstraße führt. „Da fahren einige um die Kurve und geben Gas“, kritisiert Frau Engel. Sie fordert schon lange eine 30er-Beschränkung für die Siedlung, in der viele Kinder unterwegs sind. Dazu hat sie vor drei Jahren eine Petition beim Bürgermeister und der Polizei eingereicht. Passiert sei seitdem nicht viel. Es gebe auch keine Bodenschwellen, Gehwege oder Zebrastreifen.
Verkehrsmessung sagt etwas anderes
„Es wurde eine Verkehrsmessung gemacht. Da ist etwas komplett anderes herausgekommen“, rechtfertigt Bürgermeister Helmut Berger, dass die Lage in dem Wohngebiet ruhiger sei als geschildert. Auch die Polizei hat auf „Krone“-Nachfrage keine Probleme bemerkt. Marlene Engel beruhigt das nicht: „Die Raser beschleunigen auf 50 bis 60 km/h!“
Die Sache ist wirklich gefährlich. Ein Kind oder ein älterer Mensch hat keine Chance. Ich will nicht, dass irgendwann ein Kind in meinen Garten katapultiert wird.
Marlene Engel, Anwohnerin
Doch damit soll bald Schluss sein. Abseits der Hauptstraßen ist in Kirchberg schon seit einigen Jahren eine generelle 30er-Beschränkung angedacht. Laut Bürgermeister ist die Ausarbeitung „fast fertig“. Schilder sollen „auf jeden Fall in der ersten Hälfte des nächsten Jahres“ aufgestellt werden.
Dieses Versprechen kostet GR Andreas Schipflinger ein Lachen: „Der Gemeinderat hat das schon 2018 oder 2019 beschlossen. Ich verstehe nicht, warum man das zunächst so lange liegen gelassen hat.“ Ihm zufolge ist im Kalsfeld eine Tempobeschränkung alleine zu wenig. „Meiner Meinung braucht es einen Radarkasten.“ Marlene Engel sieht das genauso und hofft auf eine rasche Lösung. „Ich will nicht, dass irgendwann ein Kind in meinen Garten katapultiert wird.“
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