Neuerliches „Hoppala“ bei Crypto.com: Nur wenige Wochen nach Bekanntwerden einer versehentlichen Überweisung in Millionenhöhe hat die Krypto-Börse erneut digitales Geld im Wert von rund 420 Millionen auf ein falsches Konto transferiert. Immerhin: Diesmal nahm die Geschichte für das Unternehmen ein glückliches Ende.
Crypto.com-Chef Kris Marszalek hatte am Sonntag via Twitter eingeräumt, dass sein Unternehmen das digitale Geld in Form von 320.000 Ethereum eigentlich an eines seiner „kalten“ Offline-Wallets senden wollte, stattdessen jedoch an eine „Whitelist“-Adresse geschickt hatte, die zu einem Unternehmenskonto bei der Krypto-Börse Gate.io gehört.
Nutzer entdeckte Fehler
Aufgefallen war der Fehler allerdings nicht Crypto.com, sondern einem Nutzer. Nachdem er die Transaktionen der Krypro-Börse untersucht hatte, stellte Conor Grogan fest, dass diese am 21. Oktober 320.000 Ethereum an Gate.io geschickt hatte - was etwa 80 Prozent der Ethereum-Bestände von Crypto.com entsprach.
Laut Marszalek ist es Crypto.com inzwischen gelungen, die übertragenen Vermögenswerte in ihrer „Gesamtheit“ wiederzuerlangen. Nutzer auf Twitter bestätigten laut einem Bericht von „The Verge“, dass Crypto.com seine Gelder etwa eine Woche später zurückerhielt und 285.000 Ethereum (rund 350 Millionen Euro) in eine Wallet transferierte und die verbleibenden 35.000 Ethereum (rund 43 Millionen Euro) in eine andere Wallet legte.
Frau erhielt versehentlich Millionen-Überweisung
Erst Anfang September war bekannt geworden, dass Crypto.com aufgrund eines Tippfehlers einer Frau in Australien versehentlich 10,5 Millionen statt lediglich 100 australische Dollar „zurückerstattet“ hatte. Der Fehler war sieben Monate lang unbemerkt geblieben. Vor Gericht versucht die Krypto-Börse nun, ihr Geld zurückzubekommen.
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