Die „Rollenden Engel“ erfüllten dem sterbenskranken Linzer Herbert (77) seinen sehnlichsten Wunsch. Er wurde aus der Palliativstation in Linz auf einen Berg ins Salzkammergut gebracht. Dort konnte er noch einmal einen herrlich sonnigen Herbstabend genießen.
Zeit seines Lebens war Herbert ein begeisterter Bergsteiger. Vor allem im Salzkammergut hatte der bewegungshungrige Linzer in der Vergangenheit viele beglückende Touren unternommen. Die Erinnerungen daran ließen den Pensionisten nun auch auf der Palliativstation des Kepler Uniklinikums (KUK) Linz nicht los, wo er seit mehreren Wochen betreut wird.
Sonnenuntergang im Salzkammergut
Herbert leidet an einem äußerst aggressiven Tumor, der offenbar unheilbar ist. Seine Schmerzen sind groß, und nur dank einer Schmerzpumpe noch einigermaßen zu ertragen. Die würzige Bergluft, die Natur und die Bewegung vermisst der Schwerkranke aber enorm. Sein sehnlichster Wunsch daher: noch einmal den Sonnenuntergang auf einem Berg erleben. „Wir waren gerade in Steyrling auf einer Wunschfahrt unterwegs, als uns das Kepler Uniklinikum Linz kontaktierte und davon berichtete“, sagt Florian Aichhorn vom Verein „Rollende Engel“. Nur zwei Stunden später trafen er und seine Kollegen Selina und Stefan auf der Palliativstation ein und holten Herbert und seine Tochter zu einem Ausflug ins Salzkammergut ab.
Am Gmundnerberg
„Wir sind auf den Gmundnerberg bei Altmünster gefahren. Vor uns lag der Traunsee und der Traunstein zeigte sich von seiner schönsten Seite“, so Aichhorn. Sie blieben bis zum Sonnenuntergang. „Das ist das schönste, das ich noch erleben darf“, erklärte Herbert zufrieden. Müde, aber sehr glücklich, fuhr er zurück ins Krankenhaus.
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