Nach einer erfolgreichen Deutschland-Tournee diesen Frühling geht es für das Bruckner Orchester Linz nun erstmals nach Südkorea. Für Chefdirigent Markus Poschner eine wichtige Reise: „Wir sind die Gralshüter Bruckners und müssen das auch immer wieder international beweisen, das gehört dazu.“
Natürlich steht der Leib- und Magenkomponist des Orchesters, Anton Bruckner, auch in Südkorea im Mittelpunkt: Beim Konzert am österreichischen Nationalfeiertag präsentiert man dessen 5. Sinfonie: „Das ist ein hochkomplexes Gebilde, das ich für so eine Gelegenheit eigentlich nicht als Erstes aus dem Hut zaubern würde, da wird eher die 4. oder 7. Sinfonie gern gesehen. Aber man wollte in Südkorea gern etwas, was man dort noch nicht so oft hören konnte, da war ich erstaunt und beeindruckt“, so Chefdirigent Markus Poschner. Beim zweiten Konzert in Seoul steht Beethoven mit der 7. Sinfonie und dem Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur am Programm: „Beethoven war ja ein Wegbereiter Bruckners, da spannt sich also ein schöner Bogen.“
Für die Entwicklung eines Orchesters seien Konzertreisen sehr wichtig: „Das spornt an, pusht einen weiter und ist ein Quantensprung, was die emotionale Bandbreite des Orchesters betrifft.“ Auch für Poschner ist Seoul ein Debüt: „Ich bin sehr gespannt und werde wie immer versuchen, auch von dem Land etwas mitzukriegen. Ich mag es nicht, diese Auftritte mit Scheuklappen zu absolvieren, auch wenn immer wenig Zeit bleibt.“
Im Rahmen der Tournee wird auch ein Empfang in der Österreichischen Botschaft mit Außenminister Alexander Schallenberg abgehalten, bei dem das 130-Jahr-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefeiert wird. Zudem wird eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien mit Thema Habsburger in Seoul eröffnet werden.
Vorbereitungen laufen
Die Vorbereitungen für die Anreise laufen indes auf Hochtouren und beschäftigen in der Endphase vor allem die Orchesterwarte. Aber auch Corona ist weiterhin Thema, denn bei 73 teilnehmenden Musikern sind bei den Vorab-Testungen Ausfälle nicht ausgeschlossen, zudem müssen Gesundheitsregistrierungen gemacht werden, bevor es am Sonntag losgehen kann. Auch die „Krone“ wird dann mit dabei sein und aus Südkorea berichten.
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