86 Jahre musste Italiens Obermacho werden, dass er noch eine solche Demütigung erlebt! Ausgerechnet die Power-Frau Giorgia Meloni hat dem Koalitionspartner bei der Machtverteilung die Hose ausgezogen - politisch! Seine überzogenen Personalwünsche wurden von der kommenden Regierungschefin knallhart abgeschmettert: „Ich bin nicht erpressbar.“
Dem großen Schmähtandler ist plötzlich das Dauergrinsen vergangen. Als traurige Gestalt steht er da wie der abgetakelte Alt-Casanova. Fassungslos und in ohnmächtiger Wut schreibt er über seine künftige Chefin: „rechthaberisch, überheblich, arrogant und beleidigend“.
Als Tröstung turtelt der „Cavaliere ohne Hose“ nun wieder mit dem anderen Macho in Moskau, der ihm als Geburtstagsgeschenk 20 Flaschen Wodka sandte. Beide tauschten Liebesbriefe aus.
Berlusconi äußerte zum wiederholten Mal Verständnis für Russlands Krieg, als wäre dieser eine Notwehr. Da fährt ihm aber Meloni in die Parade und verurteilt scharf den Krieg gegen die Ukraine.
Italiens Powerfrau kann sich die Machtprobe leisten: Sie hat ihre Wählerzahl nicht nur vervielfacht, sondern zugleich auch die Bündnispartner kannibalisiert. Die Fratelli sind jetzt gleich stark wie Forza und Lega zusammen.
Der Rechtsblock wollte die Politik „stabilisieren“, doch Italien bleibt Italien: Die Rechten leisten sich eine Regierungskrise, noch bevor sie am Ruder sind.
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