Frächter in Sorge

Aktuell „nur“ 3000: Tirol gehen Lkw-Fahrer aus

Tirol
21.10.2022 17:00

Die Frächter in Tirol schlagen Alarm. Nur 3000 Lkw-Lenker sind im Land im Einsatz. Eine anstehende Pensionierungswelle verschärft die Situation weiter. Nachwuchs ist derzeit nicht in Sicht. Am Gehalt könne es nicht liegen, wird betont.

Der Mangel an Personal und Fachkräften setzt immer mehr Branchen zu, wie die „Krone“ immer wieder berichtet. Nun schlagen auch Tirols Frächter Alarm - und warnen vor verheerenden Folgen. Mit derzeit rund 3000 Lkw-Fahrern und Fahrerinnen sind nämlich zu wenig auf den Straßen unterwegs. Gebraucht würden sehr viel mehr, heißt es aus der Branche.

Und es kommt noch schlimmer. „Eine ganze Generation an Fahrern geht in Kürze in den Ruhestand oder die Lenker sind schon jetzt nicht mehr im Beruf tätig.“

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Wir müssen da entgegenwirken, sonst könnte es auch zu Engpässen in der Versorgung insgesamt kommen.

Ulf Schmid

Angespannte Situation im Fern- und Nahverkehr
In der Tiroler Wirtschaftskammer befürchtet man schon Versorgungsengpässe. „Wir hören derzeit sehr oft von Lieferengpässen und dass Versorgungsleistungen nicht mehr eingehalten werden können, weil Fahrer fehlen“, sagt Ulf Schmid, Obmann der Transporteure hierzulande. Betroffen seien dadurch auch mehrere Branchen, sowohl im Fernverkehr als auch im regionalen Nahverkehr.

„Wir müssen da entgegenwirken, sonst könnte es auch zu Engpässen in der Versorgung insgesamt kommen“, so die eindringliche Warnung von Schmid. Während der Pandemie habe sich die Zahl der Stelleninserate bei einigen Logistikunternehmen sogar vervierfacht.

Schlechtes Image Grund für fehlenden Nachwuchs?
Doch warum bleibt der Nachwuchs trotzdem aus? Nach Auskunft der Branchenvertreter könne es jedenfalls nicht an der Bezahlung liegen: „Lkw-Fahrer und Fahrerinnen verdienen derzeit zum Teil deutlich über dem Kollektivvertrag von über 1700 Euro im regionalen Verkehr bis über 2000 Euro netto im Fernverkehr.“

Viel mehr ortet man das Problem im „schlechten Image der Transportbranche auf der Straße insgesamt“, das leider viele abschrecke. Dieses Image gelte es zu verbessern. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten.

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