Bis zu acht Prozent Rendite wurden versprochen, doch soll sogar das Kapital verschwunden sein. Jetzt ermittelt die Welser Justiz gegen einen Welser und vier mutmaßliche Komplizen, die ihre Anleger geschädigt haben sollen.
„Der Akt ist sehr umfangreich. Es gibt fünf Verdächtige, die Anleger geschädigt haben sollen“, erklärt Silke Enzlmüller, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels der „Krone“, dass man sich nach einer Anzeige der Finanzmarktaufsicht durch ein Firmenkonstrukt arbeitet, das in Oberösterreich - konkret in Linz und Pasching - und Ungarn beheimatet ist.
Und diese Firmen sollen Anleger mit bis zu acht Prozent Zinsen geködert haben. Also keine utopischen Versprechen, aber in Zeiten von Negativzinsen ein mehr als lukratives Versprechen. Auf dieses sollen Dutzende Kunden, “die genaue Anzahl ist noch nicht bekannt„, hohe Beträge in die Hand genommen und investiert haben. Teils auch in Kryptowährung, teils in “echtem Geld". Angeblich seien alleine in Deutschland drei Anleger mit mehr als einer Million Euro eingestiegen.
Am Ende der Bindungsfristen und Laufzeiten sollen aber die Zinsen nicht ausbezahlt und teilweise auch das einbezahlte Kapital verschwunden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Welser als mutmaßlichen Haupttäter und vier Komplizen, die auch außerhalb Österreichs leben sollen. Angeblich tut sich inzwischen wieder etwas bei den Auszahlungen, allerdings vermuten Anleger, dass dies nur Taktik sei, um die Gläubiger ruhig zu stimmen und Zeit zu gewinnen. Für die mutmaßlichen Betrüger gilt die Unschuldsvermutung.
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