Trauriger Spitzenwert: Vorarlberg verzeichnet mit Plus von 166,67 Prozent die höchste Zunahme bei Firmeninsolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahr 2021 haben sich die Zahlen verdreifacht.
Die hohe Inflation und die Energiekrise hinterlassen bei den aktuellen Insolvenzzahlen des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) bereits ihre Spuren - die eindrücklichsten in Vorarlberg. Hier haben sich die Insolvenzen gegenüber dem Jahr 2021 verdreifacht.
Die staatlichen Unterstützungsleistungen während der Pandemie hätten zum Teil die Insolvenz nicht lebensfähiger Unternehmen aufgeschoben. Diese könnten nun nicht einmal mehr die Kosten eines Insolvenzverfahrens aufbringen, hieß es seitens des AKV.
Keine Sanierung möglich
Explizit erwähnt wurde die Pleite der Veritas Wohnbau GmbH mit Sitz in Rankweil. Das Unternehmen mit Tätigkeiten im Bereich Wohnhausneubau, Um- und Zubauten sowie Sanierungen hatte Verbindlichkeiten von über 2,3 Millionen Euro. Eine Sanierung des Unternehmens scheint nicht möglich zu sein, so dass mit der Schließung und Verwertung zu rechnen ist.
Ein ähnliches Schicksal droht der Längle Hagspiel GmbH. Der Möbelhersteller hatte Passiva in Höhe von knapp einer Million Euro angemeldet.
Als positives Beispiel wurde die MyRobotcenter GmbH genannt, die im Mai dieses Jahres Insolvenz angemeldet hatte. Die Sanierung ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen, die operative Tätigkeit wurde wieder aufgenommen.
Die Zukunftsprognosen der AKV-Experten sehen eher düster aus. Aufgrund der Teuerungswelle gehen sie davon aus, dass sich die Tendenz der steigenden Insolvenzzahlen auch im Jahr 2023 weiter fortsetzen wird.
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