Eine hohe Konzentration von Lipoprotein (a) im Blut zeigt deutlich das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall an. Bislang wurde dieser genetisch festgelegte Wert oft ignoriert. Nun drängen Experten, ihn schon früh kontrollieren zu lassen.
Zumindest einmal im Leben sollte sich jeder mittels einfachem Bluttest über seinen Lipoprotein (a)-Wert Auskunft geben lassen, appelliert Prof. Dr. Florian Kronenberg, Direktor des Instituts für Genetische Epidemiologie an der Med Uni Innsbruck (T).
Noch länger warten auf Medikamente
Dieser erblich festgelegte Bestandteil der Blutfette stellt nämlich einen starken Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Aortenklappenstenosen (Verengungen der Herzklappen) und Gefäßverkalkungen dar. Bis vor wenigen Jahren hat dieses Lipoprotein eher ein Schattendasein geführt, nun sind Arzneien dagegen in Entwicklung.
Meist die ganze Familie betroffen
Wird hohes Lp(a) festgestellt, sollten sich auch die übrigen Familienmitglieder messen lassen. „In Familien, in denen Infarkte und Schlaganfälle gehäuft auftreten, finden sich oft hohe Konzentrationen. Bei Werten von über 100 mg/dl kann es zu einer Verdopplung des Risikos für diese Erkrankungen kommen“, erklärt der Experte.
Erste Ergebnisse zu den derzeit getesteten Medikamenten werden für 2025 erwartet. Bis dahin gilt es, die Gesamtgefahr zu minimieren, denn Lp (a) selbst lässt sich nicht mit Diät oder Sport beeinflussen. Allerdings haben Personen, die trotz erhöhter Werte einen gesunden Lebensstil pflegen, ein deutlich niedrigeres kardiovaskuläres Gesamtrisiko, als jene, die (ohne hohes Lipoprotein) Herz- und Gefäße permanent schädigen, etwa mit Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht etc.
Daher auf Zigaretten verzichten, Stoffwechsel optimieren, ausgewogen ernähren und regelmäßig bewegen!












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