Künftig werden drei neue Zugverbindungen zwischen Feldkirch und Buchs (Schweiz) verkehren. Das neue Angebot richtig sich vor allem die Pendler. Und von denen gibt es bekanntlich eine Menge.
Jeden Tag pendeln 10.000 Vorarlberger in die Schweiz und nach Liechtenstein, um dort ihre Brötchen zu verdienen. Hinzu kommen 10.000 Schweizer, die im Fürstentum arbeiten und rund 1500 Personen, die den umgekehrten Weg gehen. Diese Pendler haben ab 5. September die Möglichkeit, drei neue Bahnverbindungen zwischen Vorarlberg und der Schweiz zu nutzen. Um 15.20 und 18.45 Uhr werden zusätzliche Züge von Feldkirch nach Buchs eingerichtet, um 19.19 Uhr einer in die entgegengesetzte Richtung.
Landesrat Daniel Zadra hofft, mit dem neuen Angebot mehr Pendler auf die Schiene zu bringen: „Jedes Auto, das nicht das Nadelöhr an der Feldkircher Bärenkreuzung passieren muss, verringert die Schadstoffbelastung“, erklärt er und spricht von einem „großen Wurf“. Derzeit besteht die Verbindung aus neun Nah- und neun Fernverkehrszügen. Die neuen Angebote seien gerade für jene ideal, die zusätzlich zu den Busverbindungen Alternativen bräuchten, betonen Liechtensteins Infrastruktur-Regierungsrätin Graziella Marok-Wachter und Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements im Kanton St. Gallen.
Jedes Auto, das nicht das Nadelöhr an der Feldkircher Bärenkreuzung passieren muss, verringert die Schadstoffbelastung.
Mobilitäts- Landesrat Daniel Zadra (Grüne)
Die große Lösung hätte freilich anders ausgesehen: Doch 2020 hatte sich die Liechtensteiner Bevölkerung nach jahrelangen Verhandlungen in einer Volksabstimmung gegen einen zweigleisigen Bahnausbau zwischen Feldkirch-Tisis und Nendeln (Liechtenstein) ausgesprochen.
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