Im Mühlviertel

Schwein „Jonathan“ gerissen: War es etwa ein Wolf?

Oberösterreich
26.08.2022 08:00

Jonathan wurde nur 2,5 Monate alt. Das Mangalica-Schwein lebte im Garten von Christoph Scheiblhofer (50) aus St. Johann am Wimberg und sollte eigentlich am kommenden Wochenende als Spanferkel „enden“

Als der Besitzer allerdings am Montag in den Garten ging, traute er seinen Augen nicht: Von „Jonathan“ waren nur noch Knochen und der Schädel übrig. „Ich bin mir sicher, dass das ein Wolf war. In den vergangenen Tagen gab es in der Umgebungen immer wieder Spuren“, sagt der Mühlviertler. Dabei war „Jonathan“ eigentlich in einem eingezäunten Gehege untergebracht. „Aber leider war der Zaun nicht ganz dicht. Das dürfte der Wolf ausgenützt haben“, vermutet Scheiblhofer.

25 Wahrnehmungen
Ob es wirklich ein Wolf war, der das Schwein gerissen hat, ist noch nicht klar. Der letzte bestätigte Wolfriss in Oberösterreich datiert vom 21. Juli. Damals wurde in Steinbach am Attersee ein totes Kitz gefunden. Eine DNA-Analyse ergab, dass der Täter ein Wolf war. Insgesamt gab es heuer in Oberösterreich 25 Sichtungen, Spuren- und Losungsfunde (Kot) oder von Wölfen gerissene Tiere. Zuletzt wurden im benachbarten Niederösterreich vier Schafe von einem Wolf gerissen, weshalb die Jägerschaft im Mühlviertel besonders aufmerksam ist.

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