Die wachsende Blackout-Gefahr - als Symbol für die Versorgungssicherheit - und die Energiewende machen den Ausbau der Stromnetze in allen Spannungsbereichen und in allen Regionen „zum Schlüsselinstrument“, meint Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Deshalb werde bereits mit Hochdruck an einem neuen oberösterreichischen „Stromnetz-Masterplan 2032“ gearbeitet, um - so Achleitner - „die Strominfrastruktur in unserem Bundesland noch schneller auf die aktuellen und künftigen Anforderungen auszurichten“.
Diese Anforderungen werden vor allem durch Dezentralisierung geprägt – nicht nur bei der Einspeisung von Strom, etwa aus Photovoltaik, sondern auch beim Verbrauch, insbesondere durch E-Mobilität. Allerdings hat die Sache einen Haken: „Eine wesentliche Herausforderung auch beim Ausbau der Stromnetze ist das derzeitige Tempo bei der Genehmigung von Energieprojekten“, die sich meist über mehrere Jahre hinziehen.
Vorsicht vor dem Flächenverbrauch
Daher meint Achleitner: „Hier ist es von zentraler Bedeutung, die Zeit zwischen Projektstart und Inbetriebnahme drastisch zu reduzieren, natürlich unter Wahrung der Anrainerrechte.“ Ein neues Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) liegt auf Bundesebene im Entwurf vor; darin seien einige Forderungen aus Oberösterreich zur Beschleunigung von Projekten bereits aufgenommen worden“, merkt der Landesrat positiv an. Und er ergänzt: „Zugleich ist aber darauf zu achten, dass nicht neue Genehmigungskriterien, wie etwa Flächenverbrauch, wieder zu Endlosverfahren führen.“
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