Oft muss man von düsteren Leuten hören oder lesen, dass bald keiner mehr in die Politik gehen mag. Die ganze Stimmung sei ein Graus, der wolle sich doch niemand aussetzen.
Das wirkt allerdings stark nach Schwarzmalerei. Wäre der Beruf des Politikers tatsächlich so furchtbar, würden sich nicht reihenweise Interessenten für die Funktion des Bundespräsidenten auftauchen. Die Begeisterung für den Job sagt über die Eignung der Bewerber für das höchste Amt im Staat freilich wenig aus.
Es melden sich aber nicht nur Neulinge auf der politischen Bühne zu Wort. Auch Personen mit Erfahrung können es nicht lassen. Selbst wenn sie auf dem Parkett ausgerutscht sind.
Sebastian Kurz etwa. Der beteuert zwar, dass er als Unternehmer glücklich sei, aber er lässt kaum eine Gelegenheit aus, am politischen Spielfeldrand aufzutauchen. Zuletzt bei sommerlichen Partys für ehemalige und aktive Politiker, Manager und politisch interessierte Sponsoren von Salzburg bis Wieselburg. Oder wenn er, wie unlängst, eine Beraterrolle in einem Verein für konservative Parteien übernimmt. Mindestens so aktiv auch Christian Kern, der andere Ex-Kanzler. Kaum eine Woche, in der Kern nicht mit durchaus schlauen Ratschlägen zur Energiepolitik das Rampenlicht sucht.
Selbst wenn Kurz und Kern sämtliche Träume von einer Rückkehr an die Macht zurückweisen: Es würde kaum überraschen, wenn die beiden noch einmal als Gegenspieler in der Politik auftauchen würden.
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