Der Himmel über Wien verfinstert sich, während diese Zeilen geschrieben werden. Der erste Regenguss des Tages ist vorbei, schwarze Wolken kündigen weitere an. Die Bundeshauptstadt kam bisher noch glimpflich davon - kein Vergleich zu den verheerenden Unwettern, die in Kärnten und Niederösterreich fünf Menschen das Leben kosteten und in der Steiermark Strommasten wie Streichhölzer knicken ließen. „Wie kann das passieren? Wie kann man von so einem Gewitter überrascht werden?“, fragen sich viele. Zwar war das schlechte Wetter grundsätzlich für die betroffenen Regionen angekündigt, aber: „Die Stärke war nicht vorherzusagen“, sagt Josef Eitzinger vom Institut für Meteorologie und Klimatologie der BOKU Wien zur „Krone“. „Durch die heißen Temperaturen ist mehr Energie in der Atmosphäre. Daher häufen sich solch heftige Einzelereignisse“, prognostiziert der Universitätsprofessor. Die Toten - und zahlreiche Verletzte - hatten kaum Chancen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, so schnell und heftig kamen die Gewitter mit orkanartigen Windböen. Was bleibt, sind Schäden in Millionenhöhe. Und einmal mehr die Erkenntnis, dass der Klimawandel real und eine Gefahr für unser Land ist. Nicht erst in ein paar Jahrzehnten. Sondern jetzt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.