Ausgesetzt, verstoßen, behördlich abgenommen oder einfach grundlos abgegeben: Tierheime - wie etwa jenes in Linz - haben bereits alles erlebt, und nehmen sich trotzdem unermüdlich jeder Fellnase in Not an. Doch nicht immer findet sich sofort darauf ein neuer Besitzer: fortgeschrittenes Alter, Krankheiten oder ausgeprägtes Temperament machen die Vermittlung schwierig. Manche Tiere warten schon sehr lange auf Abholung, doch die Hoffnung auf ein eigenes Zuhause wird nicht so schnell über Bord geworfen. Hier stellen wir einige Vierbeiner vor, die sich nichts sehnlicher wünschen, als eine zweite Chance zu bekommen.
Ares
Der aktive Malinois-Rüde Ares ist ein wahrer Prachtbursche, der viel Bewegung und geistige Beschäftigung braucht. Dem 6-jährigen Rüden wurden zu seinem Nachteil leider in der Vergangenheit jegliche Sozialkontakte verwehrt. Das wirkt sich heute dahingehend aus, dass er über ein schwaches Nervenkostüm verfügt, viele Geräusche und ihm unbekannte Situationen überfordern ihn rasch. Ares ist äußerst gelehrig und aufmerksam, er sollte allerdings zu Menschen mit Hundeerfahrung genommen werden. Kinder kennt er nicht, ebenfalls unbekannt sind ihm Katzen und Kleintiere.
Tel.: 0 732/24 78 87
Lola
Die 3 bis 4 Monate alte Kaninchendame Lola kam ursprünglich als Fundtier ins Tierheim, wurde allerdings nicht mehr abgeholt. Nun wird das kleine Langohr zu einem kastrierten Burschen in ähnlichem Alter vergeben. Das Kaninchen benötigt zur artgerechten Haltung auf alle Fälle ein Gehege, wo es ausgiebig hoppeln, sich verstecken oder graben kann.
Tel.: 0 732/24 78 87
Mia
Die schöne Mischlingshündin Mia kam 2012 zur Welt. Sie versteht sich wunderbar mit Artgenossen und verhält sich generell sehr liebenswert und treuherzig. Katzen und Kleintiere animieren sie ein wenig zum Hinterherjagen, sie ist dabei aber in Begleitung einer Bezugsperson durchaus zurückhaltend. Die Hündin sehnt sich schon sehr nach einem Zuhause, wo sie endlich Teil einer Familie sein darf.
Tel.: 0 664/541 50 79
Tiger
Der Kater ist es gewohnt, in der Wohnung zu leben und verhält sich zu Beginn einer neuen Bekanntschaft immer eher scheu. Tiger (8 Jahre) entpuppt sich, wenn er mal Vetrauen gefasst hat, als unglaublich anhänglich und zugänglich. Mit seiner Partnerin Puppi (4 Jahre) lebte der Kater in einer Wohnung mit gesichertem Balkon. Leider trägt das Pärchen Viren des FIV und FIP in sich, sie leiden jedoch an keinerlei Symptomen.
Tel.: 0 732/24 78 87
Deimus
Der 8-jährige American Staffordshire Terrier-Rüde bringt leider ein großes Paket aus seiner Vergangenheit mit. Er musste schon mehrmals den Besitzer wechseln. Die Mitarbeiter des Tierheims erfuhren nach und nach Bruchstücke aus seinem vorigen Leben und konnten sich daraufhin zusammenreimen, dass der Rüde bis dahin alles andere als ein stabiles Zuhause hatte. Fremden gegenüber ist Deimus skeptisch, er neigt dann rasch dazu, aufbrausend zu sein. Wobei er Frauen gegenüber rascher Vertrauen schenkt als Männern. Andere Tiere oder Kinder sollten sich in seinem neuen Zuhause nicht befinden. Hat Deimus Personen erst in Ruhe kennengelernt, können sich diese seiner Zuneigung gewiss sein. Einmal von ihm ins Herz geschlossen, schmust der große Kerl für sein Leben gern. Er bringt dann zur Begrüßung auch gerne mal Spielzeug-„Geschenke“ mit und bemüht sich sehr, zu gefallen. Auch wenn man sich vielleicht länger um ihn bemühen muss, er ist es definitiv wert.
Tel.: 0 732/24 78 87
Stanimir
Als Findling kam der freundliche Kater im Juni ins Tierheim, wurde aber von niemandem vermisst und demnach auch nicht mehr abgeholt. Die Tierärztin hat den hübschen Kerl auf rund 7 Jahre geschätzt. Bedauerlicherweise wurde bei ihm Plasmazellgingivitis diagnostiziert, die Erkrankung erfordert eine lebenslange Therapie. Vielleicht hat jemand ein besonders großes Herz und nimmt sich dennoch der Samtpfote an? Stanimir wird in ein Zuhause mit Zugang ins Freie vergeben.
Tel.: 0 732/24 78 87
Hera
Die American Staffordshire Terrier-Hündin Hera (11 Jahre) leidet unter diversen Allergien (Futter, Futtermilben, Hausstaub etc.), welche sich in Juckreiz und Verdauungsbeschwerden äußern. Aktuell ist sie medikamentös sehr gut eingestellt, die Symptome halten sich also in Grenzen. Zusätzlich leidet die Hündin aber auch an Ataxie, einer Schädigung des Kleinhirns. Dadurch ist ihre Koordinationsfähigkeit eingeschränkt. Zu Menschen ist die Hündin außerordentlich freundlich und aufgeschlossen, manchmal sogar ein bisschen zu stürmisch. Deshalb sollten sich im neuen Zuhause keine kleinen Kinder befinden. Durch den Terrier-bedingten Jagdtrieb wird auch von anderen Tieren im neuen Heim abgeraten. Wer gibt Hera trotz ihrer Leidensgeschichte und ihrer Makel eine Chance auf einen Neuanfang?
Tel.: 0 732/24 78 87
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